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Louise Farrenc
* 1804 in Paris † 1875

Louise Farrenc wurde als Louise Dumont im Jahre 1804 in Paris geboren, mitten hinein in das pulsierende Leben der damaligen Metropole Kontinentaleuropas. Sie entstammte einer traditionsreichen Pariser Bildhauer- und Malerfamilie, ihre Eltern lebten zusammen mit etwa 30 anderen Haushalten im Künstlerhaus der Sorbonne. Diese Kolonie war als Überbleibsel der Monarchie das Domizil der direkt für das Königshaus arbeitenden Künstler.

In diesem anregenden und liberalen Umfeld, zwischen Ateliers, Wohn- und Unterrichtsräumen wuchs Louise mit ihren zwei Geschwistern auf, eine gute Ausbildung war für Mädchen wie für Jungen selbstverständlich. Den ersten Klavierunterricht erhielt sie bei ihrer Patentante Anne-Elisabeth Cecile Soria, mit fünfzehn Jahren nahm sie bei Antonin Reicha Unterricht in Harmonielehre und Musiktheorie. Zu diesen Studien kam später noch Unterricht in Orchestrierung, Kontrapunkt und Fuge hinzu.

Werke:

Annäherung VII - an sieben Komponistinnen
Klavierquintett c-Moll op.40
Nonetto
Nonetto
Sextett c-Moll op. 40
Sonate pour Piano et Violoncelle op. 46
Trio op. 44
Trio op. 45
pian é forte. Klaviermusik

Sarah Feigin
* 01.07.1928 † 24.04.2011

Die israelische Komponistin Sarah Feigin wurde in Lettland geboren. Sie studierte Klavier und Komposition an der Musikhochschule Riga und erhielt 1959 dort ihren Abschluss als „Master of Music“.

1972 ließ sie sich in Israel nieder, wo sie ein Jahr später selbst ein Konservatorium gründete. Sarah Feigin war zehn Jahre lang Leiterin dieses Konservatoriums, lehrte Musik und Komposition. 1973–1990 arbeitete die Komponistin für „Jeunesses Musicales d’Israël“. Für diese Einrichtung organisierte sie Konzerte und stellte jungen Menschen ihre Werke vor, in denen sie häufig Elemente der jüdischen Volksmusik verarbeitet. Reflections on a Niggun, ursprünglich für Klarinette und Klavier komponiert und dem israelischen Klarinettisten Ytzhak Katsap gewidmet, ist ein mitreißendes Konzertstück. Es bietet auch in der Bratschen-Version die besten Entfaltungsmöglichkeiten für beide Instrumente. Nach einem Selbstbekenntnis Sarah Feigins beinhaltet das Werk die drei wichtigsten Elemente der jüdischen Musik: das Gebet, das Lied und den Tanz. Es erhielt beim Kompositionswettbewerb in Miami eine Auszeichnung.

Werke:

Miriam's Song (Band 2)

Elise Filipowicz
* 1794 † 1841

Elise (auch: Elizabeth) Filipowicz wurde 1794 in Rastadt als Elise Mayer geboren. Schon als Elfjährige erhielt sie Violinunterricht bei Louis Spohr in Gotha, dem sie zeitlebens herzlich verbunden blieb. Unter dem Namen ihres ersten Mannes, Minelli, gab sie Konzerte in Deutschland und Polen, wo sie sich nach dessen Tode niederließ. Sie arbeitete für die Familie des Grafen Starzenski. In zweiter Ehe heiratete sie den litauischen Adeligen Filipowicz, mit dem sie eine Tochter hatte.

Im Zuge der polnischen Revolution trat ihr Mann 1831 in die Armee ein und Elise Filipowicz ging mit der Tochter nach Paris. Hier verdiente sie den Lebensunterhalt mit Konzerten, durch Unterricht und dadurch, »Damen die Klavier spielen zu accompagnieren« (Brief an Louis Spohr vom 2. Juni 1833). Unterdessen beendete ihre Tochter ihre Ausbildung, unter anderem als Harfenistin. 1835 übersiedelte die Familie nach London. In einem Brief an Louis Spohr vom 20. Oktober 1837 beschreibt die Geigerin und Komponistin ihr Leben in London: „wir sind nun in London ganz wohnhaft, ich gebe Lektionen in der deutschen, französischen und italienischen Sprache, und begleite Damen die Klavier oder Harfe spielen, mit der Violine, und in der Saison gebe ich gewöhnlich ein gutes Konzert, mein Mann copiert und transponiert Musik […] und meine Tochter ist Gouvernante bey einer Familie auf dem Lande und bekommt jährlich 150 Guineas. Das ist Ihr Werk, theuerster Herr Spohr, denn durch mein Talent war ich im Stande ihr die besten Meister zu verschaffen, sie lehrt dort deutsch, französisch, italienisch, Klavier, Harfe, Singen, Zeichnen und Malen nebst anderen Wissenschaften“. 1841 verstarb Elise Filipowicz. Sie hinterließ zahlreiche Kompositionen für Violine und Klavier sowie die »Warsovienne« für Violine solo und Orchester.

Werke:

Fantasie über polnische Lieder

Tsippi Fleischer
* 1946 in Haifa, Isarel

Die israelische Komponistin wuchs in einer jüdisch-arabischen Umgebung auf. Bereits im Alter von drei Jahren improvisierte sie nach Gehör am Klavier, später lernte sie das Klavierspiel am Rubin-Konservatorium in Haifa. Neben Musiktheorie und Komposition hat sie Semitische Linguistik, Hebräische und Arabische Philologie sowie die Geschichte des Mittleren Ostens studiert.


Jacqueline Fontyn

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Werke:

Annäherung III - an sieben Komponistinnen

25 Jahre Furore

Ein Verlag macht Furore – 25 Jahre Furore Verlag Um Noten und Bücher von und über Komponistinnen aus allen Jahrhunderten zu veröffentlichen, gründete Renate Matthei 1986 den Furore Verlag. Bis heute ist Furore weltweit der einzige Verlag mit diesem Schwerpunkt. Sein 25-jähriges Jubiläum wird der Musikverlag am 21. September 2011 mit dem Konzert für Sopran und Harfe „L’amour et le printemps“ in Kassel feiern. Im Rahmen einer Festveranstaltung spielen die Sopranistin Ute Schulze und die Harfenistin Isabel Moretón Achsel Musik von Komponistinnen aus der Zeit der Klassik und Romantik. Auf dem Programm stehen u. a. Werke von Maria Malibran, Zoé de la Rüe und Harriet Abrams, die in den beiden neuen Harfen-Editionen des Furore Verlags „L’amour et le printemps“ und „Rosa & Henry“ erschienen sind. Bei seiner Gründung sorgte der Verlag für viel Furore in der Musikwelt, denn seinerzeit war es ein gängiges Vorurteil, dass Frauen nicht komponieren könnten. Diese Behauptung hat der Verlag mit seiner Arbeit in den vergangenen 25 Jahren überzeugend widerlegt. Von Anfang an kamen die Autorinnen und HerausgeberInnen aus der ganzen Welt und der Furore Verlag präsentierte sich international auf Messen und Kongressen. Verlegt wurden bislang mehr als 1.200 Werke von über 150 musikschaffenden Frauen aus Europa, Amerika, Asien und Australien. Die Zeitspanne der Entstehung dieser Musik reicht vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die bekannteste Komponistin im Furore Verlag ist Fanny Hensel, die Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys. Mehr als 160 Werke der bedeutendsten Komponistin der deutschen Romantik hat Furore erstmalig veröffentlicht: große Chor- und Orchesterwerke, Klavier- und Kammermusik sowie Lieder. Herausragend ist der große und vielfach rezipierte Klavierzyklus „Das Jahr“. Furore publizierte ihn als moderne Notenedition und als vierfarbiges Faksimile, das 2002 mit dem Musikeditionspreis „Best Edition“ des Deutschen Musikverlegerverbandes ausgezeichnet wurde.

Drei weitere Male erhielt der Furore Verlag für ausgewählte Notenausgaben den Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“: 2010 für die Edition „Ausgewählte Lieder“ von Josephine Lang in der Kategorie „wissenschaftliche Notenausgaben“, 2006 für die Edition „25 plus piano solo“ in der Kategorie „Notenausgaben von Werke des 20./21. Jahrhunderts“ und 1996 für die Edition „Ton-Zeichen“ der Darmstädter Komponistin Barbara Heller in der Kategorie „Ausgaben von Werken des 20. Jahrhunderts“. Die von Furore verlegten Werke werden weltweit gespielt. Das American Symphony Orchestra führte im November 2010 in der New Yorker Carnegie Hall Fanny Hensels „Oratorium“ nach Bildern der Bibel für Soli, Chor und Orchester erfolgreich auf. Und ganz aktuell wird das Oratorium am 17. September 2011 von der Hong Kong Oratorio Society mit einem mehr als 100-stimmigen Chor aufgeführt. Weitere Informationen über den Furore Verlag und sein Jubiläum, neue Jubiläumseditionen und die Konzertreihe „25 Konzerte / 25 Komponistinnen“ finden Sie auf www.furore-verlag.de

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