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Komponistinnen A-Z
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Maria Hester Park
* 29.09.1760 † 07.06.1813 in Hampstead/GB

Maria Hester Park geb. Reynolds war Musikerin, Klavierlehrerin und Komponistin. In den 1770er Jahren trat sie öffentlich als Cembalistin und Pianistin auf und wurde als ständige Pianistin der Oxford Music Rooms bekannt. 1782 konzertierte sie erstmals mit einem Cembalokonzert in den Hanover Square Rooms London. Klavierschülerinnen von ihr waren u. a. die Duchess of Devonshire und deren Töchter. Im Jahr 1787 heiratete sie den Kupferstecher, Autor und Antiquar Thomas Park (1759–1834), der mehrere Gedichte für sie verfasste. Nach ihrer Heirat trat sie bis 1792 insgesamt noch drei weitere Male auf.

Unterricht erteilte sie nachweislich bis 1807. Ihre Musik zeigt, dass sie mehr als ein Vierteljahrhundert lang eine überaus kompetente und professionelle Komponistin war. Bereits in den 1780er Jahren begann Maria Hester Park, ihre Klaviermusik, von der nur ein Teil erhalten geblieben ist, zu publizieren. Zu ihren Werken gehört auch ein ca. 1795 geschriebenes Klavier-/Cembalokonzert, welches ausschließlich von Streichern begleitet wird. Brieflich stand sie mit dem Musikhistoriker Charles Burney in Kontakt. Joseph Haydn ließ ihr am 22. Oktober 1794 durch ihren Ehemann seine Englische Sonate Nr. 3 in D (H.XVI: 51) zukommen. Maria Hester starb in Hampstead, London im Alter von 53 Jahren nach einer langen Krankheit und hinterließ vier Töchter.

Werke:

pian é forte. Klaviermusik

Mrs. Philarmonica
* 1715

Eine Sammlung von 12 Triosonaten für zwei Violinen und Basso continuo wurde unter dem Pseudonym Mrs. Philarmonica um 1715 in London bei Richard Meares gedruckt. Unterteilt sind diese Triosonaten in: 1. parte prima: Sonate a due violini col violoncello obbligato e violone o cimbalo und 2. parte seconda: Divertimenti da camera a due violini, violoncello o cimbalo.Nach derzeitigem Forschungsstand sind keine weiteren Kompositionen unter diesem Pseudonym bekannt.

Fraglich ist bis heute auch, wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt. Ein Zusatz auf dem Titel des Deckblattes verweist auf den Verleger Meares, der auch als Lehrer für Viola da gamba an der Schule von St. Paul tätig war, womit möglicherweise zugleich indirekt ein Hinweis auf das mögliche Umfeld der unbekannten Komponistin gegeben ist: Imprim per R.

Werke:

Triosonaten Vol I: Sonates
Triosonaten Vol II: Divertimenti da camera

Sibylle Pomorin
* 16.02.1956 in Altoberndorf

Sibylle Pomorin (*1956) studierte Musik und Komposition in Münster und Hamburg. Von 1982 bis 1994 tourte sie als Flötistin und Saxophonistin mit improvisierenden Musikern wie z.B. Peter Brötzmann, Joèlle Léandre, William Parker, Yosuke Yamashita, Chris Cutler und Conny Bauer und unternahm Konzertreisen mit eigenen Gruppen und Kompositionen in ganz Europa sowie in Israel. Seit 1986 lebt sie als freischaffende Musikerin und Komponistin in Berlin. Sie erhielt Kompositionsaufträge für Ensembles, Festivals, Rundfunk und Theater, zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. erster Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb "Soundscapes voor 2000" in den Niederlanden) und wurde durch verschiedene Arbeitsstipendien – u.a. in New York, Istanbul und Mexiko – gefördert. Im Juli 2011 fand auf dem ehemaligen Kasernengelände in Neuhardenberg/Oderbruch die Ausstellung ABGERÄUMT. IMBISS GEPLANT. FÜHRUNGEN INS UNIVERSUM der Künstlergruppe Endmoräne statt. Der Fotograf Frank Peters hat dort einen sehr schönen kleinen Film gemacht mit einigen Impressionen und Begleitmusik von Sibylle Pomorin gemacht. Hier der Link

Seit 1994 Studien und Produktionen in den Studios des Columbia-Princeton Electronic Music Center in New York, dem Zentrum für Kunst und Medien-technologie in Karlsruhe, der Technischen Universität Berlin und der Nederlandse Programma Stichting in Hilversum/Niederlande.

Foto: © Georg Hornung

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Annäherung XI
Erzählung
Istanbuler Kompositionen
Istanbuler Kompositionen
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 1
pian é forte. Klaviermusik


Elizabeth Poston
* 1905 † 1987

Die englische Komponistin, Schriftstellerin und Pianistin Elizabeth Poston studierte am Royal College of Music in London und auf dem europäischen Festland. Bei Harold Samuel studierte sie Klavier; Orgel bei Stanley Marchant. Während ihrer Karriere erfuhr sie später Unterstützung durch Vaughan Williams. 1925 etablierte sie sich als Komponistin, als sieben ihrer Lieder gedruckt wurden. Ihr erstes Werk, das vom BBC im Rundfunk ausgestrahlt wurde, war ihre preisgekrönte Violin Sonate. Zwischen 1930 und 1939 verbrachte sie die meiste Zeit außerhalb Englands. In dieser Zeit betrieb sie unterschiedliche Studien und sammelte Volkslieder. Sie schrieb viele wichtige Partituren für Radiosendungen sowie hervorragende Filmmusiken.

Obwohl sich die Anzahl ihrer Werke in Grenzen hielt, entwickelte Poston einen ganz persönlichen Stil, der dem Neo-Klassizismus entstammte. Dabei legte sie großen Wert auf einwandfreies musikalisches Handwerk und flüssige Melodien. Besonderer Respekt wurde ihr als Herausgeberin von Volkslieder-, Lied- und Hymnensammlungen gezollt.

Werke:

Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 3

Tatjana Prelevic
* 17.09.1963 in Titograd (heute Podgorica, Montenegro)

Tatjana Prelevic studierte Klavier und Komposition an der Musikhochschule Titograd bei Konstantin Bogino und Vojin Komadina. Ihr Konzertexamen legte sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ab (Prof. Bernd Goetzke).

Seit 1997 ist Tatjana Prelevic Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover im Fach Kammermusik/Neue Musik. Seit 2003 lehrt sie auch im Rahmen der Ferienkurse für Kammermus­usik in Bardou (Frankreich). Ferner engagiert sie sich in der Förderung Neuer Musik in Hannover, aber auch in ihrer Heimat Montenegro. Seit 2012 ist sie Dozentin an den Universitäten Hildesheim, Abteilung Weltmusik. Prelevics kompositorisches Œuvre umfasst Werke für Solo-, Kammer- und Orchesterbesetzungen, aber auch Vokalmusik und Musiktheaterwerke. Tatjana Prelevics Werke sind vielfach aufgeführt worden, u. a. vom Nomos Quartett, das Ensemble Polyhymnia, Ensemble Integral u. a. Sie erhielt Kompositionsaufträge von Institutionen wie dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur Montenegro, dem Kotorart Festival Montenegro, dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, dem Festival für Neue Musik Braunschweig, dem Kirchentag Hannover 2005 sowie dem Paula Modersohn-Becker Museum Bremen.

Werke:

Streichquartett “„Mors certa, hora incerta“”

Gabriela Proy
* 25.02.1965 in Wien

Gabriela Proy wurde am 25.03.1965 in Wien geboren. Von 1983-1985 studierte sie Philosophie an der Universität Wien und von 1984-1987 Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien (Neumann, Urbanner). Von 1987-1992 absolvierte sie die InstrumentallehrerInnenausbildung für Gitarre an der Hochschule für Musik Wien (Hein, Schneider) und erhielt das Lehrbefähigungsdiplom mit einstimmiger Auszeichnung.

Seit 1988 beschäftigt sie sich mit graphischer Notation und aktueller Musik, gab eine Vielzahl von Konzerten, Performances, Ausstellungen und Installationen. Sie nahm an verschiedenen Meisterkursen, Symposien und Tagungen teil, u.a. am 'Kärntner Meisterkurs der IGNM für Aktuelle Musik' und am 'Open-Circuit', ein Round Table zu Kunst und Mediensystemen in der Steiermark. Seit 1992 studiert Gabriela Proy Elektroakustik und Experimentelle Musik an der Hochschule für Musik Wien (Kaufmann, Ungvary).

Werke:

Annäherung VI - an sieben Komponistinnen

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