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Lunen, Camille van
Der Mantel
Der Mantel
Oper in zwei Akten
Libretto: Josef Michael Linnek
(nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai Gogol)

Kompositionsjahr: 2010/11
Spieldauer: 90`
Aufführungsmaterial: fue 25845 · ISMN: 979-0-50012-494-8

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Personen: Akakij Akakiewitsch (Bariton), Petrowitsch (Countertenor oder Mezzosopran (Hosenrolle)),
seine Frau (Altistin), die bedeutende Persönlichkeit (Bass), Stimme der verstorbenen Mutter (Sopran)
Chor: SATB, Orchester, Elektronische Musik (Band): Manfred Ruecker

Basierend auf Josef Linneks poetischer Ausarbeitung von Gogols Erzählung „Der Mantel“ komponierte
Camille van Lunen eine vielschichtige Musik. Parameter wie Sprache, Rhythmus, Klang, Tonfolge, Dynamik
werden neu kombiniert. Der musikdramaturgische Spannungsbogen basiert auf dem goldenen
Schnitt. Die transparente Farbigkeit der Orchestrierung folgt der Tradition der französischen Opernkomponisten.
Die Absurdität der Situationen in Gogols Erzählung findet ihre Entsprechung in der ironischwitzigen
musikalischen Sprache der Komponistin. Als sinngebende dramaturgische Ergänzung ist die elektronische Musik von Manfred Ruecker in das sirrende Geflecht von vokalen und instrumentalen Farben eingeflochten.
Die Oper bietet der Inszenierung die Freiheit, sich von der Frontalbespielung zu lösen und spielerisch
alle Möglichkeiten des Raumes zu nutzen. So finden sich in der Partitur zahlreiche Stellen, an denen
sich Solo-Instrumente, kleines Ensemble und Sänger im Zuschauerraum bewegen. Damit entsteht als
zusätzliches dramaturgisches Element eine die Geschichte verfremdende Ebene. Entsprechend ist die
elektronische Musik vom Band im ganzen Raum hörbar.

Zum Inhalt
Der Mantel ist seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte ein Symbol für Schutz und Geborgenheit. Akakij Akakiewitsch, ein unansehnlicher und unscheinbarer Schreiber, träumt trotz seiner großen Armut von einem neuen Mantel. Nicht nur, weil er friert. Mit einem guten – und teuren – Mantel glaubt er auch, einen angeseheneren Platz in der Gesellschaft zu erhalten. Doch wird ihm sein neuer Mantel geraubt. An diesem Verlust zerbricht er, stirbt und geistert fortan als Stimme des sozialen Gewissens durch St. Petersburg. Aber es kommen Zweifel auf. Handelt es sich wirklich um Akakij Akakiewitsch? Oder ist es der Mann, der ihm den Mantel raubte und der womöglich seit Ewigkeiten schon als Gespenst die
Stadt unsicher macht? Akakij, der sehr schlichte, aber liebenswürdige „Held“ in Gogols Erzählung, gerät bei seinem Streben nach einem Minimum an sozialer Anerkennung ins Räderwerk gesellschaftlicher Hierarchien. Je mehr er sich darin verstrickt, desto lächerlicher und absurder erscheint eine auf Machtgehabe wie Unterwürfigkeit bauende Gesellschaft. – Hierarchien durch groteske und absurde Situationen zu entlarven, ist auch im Schaffen der Komponistin eun durchgängiges Thema.
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