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Greger, Luise
Gänseliesel. Ein Märchenspiel (Aufführungsmaterial))

Gänseliesel op. 170
Ein Märchenspiel (50‘)
fue 7245
Edition: Mietmaterial
Eingerichtet für Kammerensemble von Barbara Gabler
Libretto: Emilie Riedel
Libretto Bearbeitung: Klaus Schützmannsky

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Uraufführung: 10.12.1933, Stadttheater Baden-Baden
Neuinszenierung: 04.11.2012, Mehrgenerationenhaus Heilhaus Kassel

Das Märchenspiel Gänseliesel enthält verschiedene Motive, die auch in den Grimmschen Märchen Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und Froschkönig vorkommen. Die Musik des Märchenspiels besteht aus solistischen Gesangsstücken, Duetten und Terzetten sowie leitmotivisch wiederkehrenden
Miniaturen zur Charakterisierung verschiedener Sprechrollen. Alle Musiknummern sind kurz und in ihrer stilistischen Vielfalt originell und unterhaltsam.

Figuren:
Erzählerin (Sprechrolle), Liese, Peter, Echo, Waldfee Herzeleide, Wegweiser, Waldelfe Trostlinde, Waldelfe Waldtraute, zwei Brikenelfen, Pilzelf, drei Wurzelzwerge, Elfenkönigin (Sprechrolle), Kröte, Feuerunke, Waldschreck (Sprechrolle), Froschkönig (Sprechrolle), Schutzengel, Musikanten
Instrumente: Flöte, Klarinette, Fagott, 2 Violinen, Viola, Kontrabass, Klavier

Die Grimmschen Märchen
Das Märchenspiel Gänseliesel enthält verschiedene Motive, die auch in den Grimmschen Märchen vorkommen. Da ist zunächst die Ausgangssituation aus Hänsel und Gretel: das Kind, das weggeschickt wird, weil die Eltern zu arm sind, es zu ernähren. Die erste Szene greift das Rotkäppchenthema auf: Das Mädchen begibt sich in den Wald und verirrt sich dort. Es beginnt ein Erleben, das seinen Ort in fantastischen Welten und in tiefen Schichten hat. Ein weiteres Beispiel der Froschkönig, der hier „leibhaftig“ schmeichelnd und werbend auftritt.

Zur Musik
Die Musik des Märchenspiels besteht aus solistischen Gesangsstücken, Duetten und Terzetten sowie leitmotivisch wiederkehrenden Miniaturen zur Charakterisierung verschiedener Sprechrollen. Alle Musiknummern sind kurz und in ihrer stilistischen Vielfalt originell und kurzweilig. Wie die flüchtigen Elfen lässt Luise Greger auch an jeweils passender Stelle musikalische Geister kurz vorbeiziehen: einmal winkt Schönberg, Johann Strauß ist beim Elfentanz dabei, und plötzlich zeigt Mussorgsky sein grimmes Gesicht – aber kaum hat man die verehrten Kollegen erkannt, geht es weiter mit einem Lied im Volkston – als wäre nichts gewesen.
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