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Fanny Hensel 215. Geburtstag am 14. November 2020
Am kommenden Samstag vor 215 Jahren, am 14. November 1805 wurde Fanny Mendelssohn in Hamburg geboren. Der Kasseler Furore Verlag erinnert an die große Komponistin, deren umfangreiches Werk viel zu lange unveröffentlicht blieb – ein Schicksal, das Fanny Hensel bis heute mit vielen Komponistinnen teilt.

Die Dirigentin Elke Mascha Blankenburg (1943–2013) führte die großen Werke von Fanny Hensel zwischen 1984 und 1987 als Welturaufführung auf, u. a. am 27. Mai 1984 das Oratorium nach Bildern der Bibel in der St. Maria Himmelfahrt-Kirche in Köln und die Ouvertüre in C-Dur am 7. Juni 1986 in der Frankfurter Alten Oper.
Bislang sind mehr als 200 Werke von Fanny Hensel größtenteils als Erstveröffentlichungen bei Furore publiziert: Klavier- und Kammermusik, Vokalmusik und große Chor- und Orchesterwerke. Weitere Veröffentlichungen sind in Planung.

In Zeiten von Corona ist dieses Werk besonders spannend:
Das Oratorium nach Bildern der Bibel schrieb Fanny Hensel 1831 als Musik für die Toten der Cholera-Epidemie. Ein beeindruckendes Werk: sinnliche, farbreiche Musik voller melodischer Eingebungen und erstaunlich dramatischer Energetik. Ein Spannungsbogen vom düsteren Grundton des aus der Tiefe flehenden Sünders bis zum Gotteslob der Erretteten.
August 1831: Auf einem Torfkahn, der in Charlottenburg angelegt hat, stirbt ein Schiffer an Cholera. Die mittelalterliche Seuche ist zurück und vor den Toren Berlins angekommen. Schon einen Tag nach dem Todesfall in Charlottenburg erfasst die tödliche Krankheit die preußische Hauptstadt.
Fotos:
Fanny Hensel (Furore Archive), The Music Room of Fanny Hensel by Julius Eduard Wilhelm Helfft, 1849,
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