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Harriet Abrams

Die Lebensdaten von Harriet (auch Harriett) Abrams sind nicht gesichert, einigen Angaben zufolge lebte sie von 1760 bis 1822, nach anderen Quellen um 1758 bis 8. März 1821 bzw. 1825.

Harriet Abrams wurde in eine große musikalische Familie jüdischer Herkunft hineingeboren und war eine erfolgreiche Sängerin, wie auch ihre beiden jüngeren Schwestern Theodosia und Eliza. Harriet studierte Gesang, Musiktheorie und Komposition bei dem bekannten englischen Komponisten Thomas Arne (1710–1778) und debütierte 1775 am Theatre Royal, Drury Lane in London. Kritiker bemängelten zwar ihre fehlende Bühnenpräsenz, jedoch brillierte sie als Sängerin in konzertanten Aufführungen und wurde besonders wegen ihrer Interpretation von Händel Oratorien hoch gelobt. In den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts wurden ihre Auftritte seltener bzw. fanden nur noch in privatem Rahmen statt. Bei Benefizkonzerten in den Jahren 1792, 1794 und 1795 wurde sie von Joseph Haydn am Klavier begleitet. Eine Sammlung von Liedern, die 1803 publiziert wurde, widmete sie Königin Charlotte. Ihr kompositorisches OEuvre umfasst ausschließlich Vokalwerke, darunter zahlreiche Lieder mit Klavier- oder Harfenbegleitung. Die einfachen Instrumentalbegleitungen beinhalten fast immer die Gesangsmelodie.

Werke:

L‘amour et le printemps. Lieder um 1800

Liana Alexandra
* 1947 in Bukarest † 10.01.2011 in Bukarest

Die Pianistin und Komponistin studierte von 1965-1971 Komposition am Bukarester Ciprian-Porumbescu-Konservatorium. Sie nahm mehrere Jahre an den Sommerkursen in Darmstadt teil und erhielt 1983 das USIA-Stipendium für USA-Studien, die sie mit einer Promotion in Musikwissenschaft abschloss...

Liana Alexandra wurde mit zahlreichen Kompositionspreisen ausgezeichnet, wie 1989 beim Gedok-Wettbewerb in Mannheim, 1991 beim Internationalen Komponistinnen-Festival in Unna, 2003 und 2004 beim Festival "Synthese" in Bourges, um nur wenige ihrer Preise zu nennen. http://romania-on-line.net/whoswho/AlexandraLiana.htm

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Sonata pentra Flaut Solo

Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar
* 1739 † 1807

Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar (1739-1807) hatte einen wesentlichen Einfluss auf das musikalische und kulturelle Leben im Weimar der Goethezeit. Als Tochter des Herzogs Karl I. von Braunschweig und Nichte Friedrichs des Großen erhielt sie schon als junges Mädchen Musikunterricht und spielte Cembalo, Fortepiano, Gitarre und Harfe...

Mit 16 Jahren wurde sie mit dem Herzog Ernst August Konstantin von Sachsen-Weimar verheiratet, der nur zwei Jahre später, kurz nach der Geburt des zweiten Sohnes, starb. Sie sammelte um sich hervorragende Schriftsteller, Musiker und Künstler zum legendär gewordenen Weimarer "Musenhof". Im Jahre 1775 kam Goethe auf ihre Einladung nach Weimar. Adlige und Künstler arbeiteten zusammen an Aufführungen von Singspielen, Melodramen, Schauspielen und Balletten. Für Aufführungen am Hof vertonte Anna Amalia 1776 Goethes Singspiele Erwin und Elmire (hieraus stammt das vorliegende Lied) und Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern (1778). Erwin und Elmire wurde am 24. Mai 1776 im Weimarer Privattheater uraufgeführt und in den folgenden beiden Jahren noch sechsmal aufgeführt. Ab Januar 1777 sang Corona Schröter die Rolle der Elmire. Für die Herzogin Anna Amalia dichtete Goethe fünf neue Sololieder und änderte zwei weitere Lieder. Die zweite Strophe des im Band von Goethe inspiriert erschienen Liedes, das im Singspiel von Elmire gesungen wird, änderte er ebenfalls.

Werke:

Annäherung X
Aria. Arien aus Oper und Oratorium
Erwin und Elmire
Erwin und Elmire
Erwin und Elmire (1776)
Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts

Elisabeth Amandi
* 21.10.1950 in Bamberg

Elisabeth Amandi ist mit ihrer rhythmischen Instrumentalmusik eine aktive und kreative Frau in allen wichtigen Arealen der musikalischen Bildung und Unterhaltung.

Elisabeth Amandi, geborene Elisabeth Völkel 1950 in Bamberg, verbrachte die ersten Lebensjahre in einem Kinderheim in Bamberg. Mit 6 Jahren wurde sie von Mutter und Großmutter zur Familie nach Würzburg geholt. Ab dem 6. Lebensjahr erhielt sie Klavierunterricht und gleichzeitig über 20 Jahre Ballettunterricht mit zahlreichen Auftritten im Stadttheater Würzburg. In dem katholischen Ursulinen-Gymnasium bekam sie in der 9. Klasse von ihrer Musiklehrerin die Anregung, sich als Jungstudentin für Klavier am Konservatorium Würzburg zu bewerben. Nach bestandener Aufnahmeprüfung erhielt sie bereits ab der 10. Klasse Einzelunterricht am Konservatorium Würzburg. Dieses bereitete ihr den Weg zum Vollstudium der Musik am Bayerischen Staatskonservatorium Würzburg. Nach erfolgreichem Abschluss als Fachlehrerin für Musik an Volks- und Realschulen mit den Instrumenten Klavier, Gambe und Flöte wurde sie von Prof. Manfred Dietz zur Privatmusiklehrerin für Klavier ausgebildet. Danach studierte sie weitere drei Jahre bei Prof. Siegfried Fink an der Hochschule für Musik in Würzburg im Hauptfach Pauke/Schlagzeug mit Schwerpunkt Marimba und schloss das Studium als Diplom-Musikerin mit der künstlerischen Reifeprüfung und der pädagogischen Zusatzprüfung ab. In dieser Zeit erhielt sie von der Hochschule für Musik Würzburg den Preis für hervorragend begabte Studenten. Ihr Aufbaustudium für Orchester-Schlagzeug bei Prof. Hermann Gschwendtner führte sie 1976 nach München an das Richard-Strauss-Konservatorium. In dieser Zeit lernte sie den Diplom-Ingenieur Manfred Amandi kennen und wurde Frau Elisabeth Amandi durch Heirat 1979 am Standesamt München-Pasing. Ihre berufliche Entwicklung führte sie als Musikpädagogin für Schlagzeug, Marimba, Percussion- Ensemble und Jazz/Pop-Klavier an die Musikschule Planegg-Krailling sowie an die Musikschule Gräfelfing bei München. Sie gab als erste deutsche Marimbasolistin zahlreiche Konzerte. In Besetzungen wie Marimba & Klavier (Ariadne Duo), Marimba & Vibraphon (Amandi Duo), Marimba & Gitarre (Amandi-Prediger Duo), Marimba & Harfe (Amandi Klangperlenspiel) sowie Marimba, Piano, Percussion, Gitarre (Amandi MarimbaBanda) konzertiert sie regelmäßig in Europa. Seit ihrem fulminanten Auftritt 1981 in „Wetten dass...?“ mit der Hummelflug-Wette wird sie regelmäßig von Funk und Fernsehen wie Tele 5, NDR, SWR, WDR, ZDF und BR zu Interviews und Performances eingeladen. Für ihre Verdienste der kulturellen Entwicklung im Bereich Musik erhielt sie 1994 den „Förderpreis für Kultur der Landeshauptstadt München“. Um die musikalische Bildung nachhaltig zu fördern, gründete sie 2003 zusammen mit ihrem Ehemann Manfred Amandi die öffentlich-rechtliche und gemeinnützige „Amandi Stiftung Musik hilft Kindern“. Hier unterrichtet sie in der Musikschule Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Gruppen an Trommeln, Schlagzeug, Marimba usw. sowie in den Rhythmus-Conga-Gruppen und den Jugend- Percussion-Ensembles. Weitere Informationen unter: www.amandi.de

Werke:

Ritmo Vito (Klavierauszug)
Ritmo Vito (Partitur)

Elfrida Andrée
* 19.02.1841 in Visby † 11.01.1929 in Göteborg

schwedische Organistin und Komponistin, wurde am 19. Februar 1841 in Visby geboren und starb am 11. Januar 1929 in Göteborg. Wie ihre Schwester, die bedeutende Opernsängerin Fredricka Stenhammar, bekam sie die ersten musikalischen Unterweisungen von ihrem Vater...

Sie studierte Komposition bei Ludwig Norman an der Royal Academy of Music, Stockholm, und nahm später Unterricht bei Niels Gade in Kopenhagen. Zur selben Zeit studierte sie Telegraphie und wurde die erste Telegraphin in Schweden. Sie war eine starke Unterstützerin der Suffragetten-Bewegung. 1867 wurde sie zur Organistin an der Kathedrale von Göteborg ernannt. Sie etablierte eine Reihe populärer Konzerte und präsentierte um die 800 Programme. Für ihre Verdienste wurde sie als Mitglied in die Swedish Academy of Music gewählt. Als Komponistin und Organistin war sie Pionierin unter den schwedischen Frauen. Sie schrieb vier Sinfonien und eine Schwedische Messe, die häufig aufgeführt wurde. Ihre vielen Orgelwerke enthalten zwei "Symphonien", eine davon mit Blasinstrumenten.

Werke:

Quartett
Sonate für Violine und Klavier
Streichquartett

Caroline Ansink
* 08.08.1959 in Amsterdam

Caroline Ansink studierte Flöte bei Abbie de Quant am Utrechter Konservatorium und erhielt 1986 ihr musikwissenschaftliches Diplom. Zudem studierte sie von 1983 bis 1988 Komposition bei Joep Straesser und nahm zeitweilig Unterricht bei dem koreanischen Komponisten Isang Yun. Zu ihrem OEuvre zählen Kammer- und Vokalmusik sowie Orchester- und Chorkompositionen.

Mit ihren Kompositionen gewann sie mehrere Preise, u. a. 1985 und 1989 beim Gedok-Wettbewerb in Mannheim und 1990 den Förderpreis des Amsterdamer Kunstfonds. 1992 wurden Caroline Ansink und der 1940 verstorbenen Utrechter Komponistin und Gesangspädagogin Catharina van Rennes eine Fernsehdokumentation gewidmet, die der niederländische Sender NOS unter dem Titel „Ik componeer als mens“ (Ich komponiere als Mensch) ausstrahlte. Caroline Ansink war Flötistin im Kölner Clara-Schumann-Orchester, lebt heute als freischaffende Komponistin und Musikerin in Amsterdam und unterrichtet am Utrechter Konservatorium.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen

May Frances Aufderheide
* 21.05.1890 † 01.09.1972

May Aufderheide schrieb ca. ein halbes Duzend Ragtimes, die im Verlag ihres Vaters (Indianapolis publishing company) publiziert wurden. Möglicherweise schrieb Aufderheide die Musik nicht selbst, sondern Julia Niebergall schrieb auf, was Aufderheide am Klavier komponierte.

May Aufderheides "The Thriller," datiert von 1909 ist ein an exzellenter Rag einer vielfach anerkannten Ragtimes-Komponistin.

Werke:

Ragtimes

Josephine Aurnhammer
* 1758 † 1820

Was hätte Ihnen der Name Josephine Aurnhammer gesagt? W. A. Mozart schätze seine Kollegin als außergewöhnliche Pianistin und Komponistin.

Leider stehen keine weiteren Informationen zur Verfügung!

Werke:

Sechs Variationen über ein ungarisches Thema

Maria de Alvear
* 1960 in Madrid

Maria de Alvear studierte Cembalo, Klavier, Orgel und Harfe sowie Komposition und Dirigieren in Spanien und ab 1980 "Neues Musiktheater" bei Mauricio Kagel an der Hochschule für Musik in Köln. Sie erhielt ihren Abschluss 1986 und arbeitet seit 1989 auch als bildende Künstlerin. Maria de Alvear erhielt 1992 das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium und gründete 1998 den Verlag "World Edition"...

Die Komponistin befasste sich intensiv mit Jazzimprovisation und der Musik anderer Völker; Forschungsreisen führten sie u. a. nach Sibirien, Nordafrika und in die USA. In ihren Arbeiten - die sie in Konzerten und Performances auch selbst darbietet - beschäftigt sie sich mit altem spirituellen Wissen im menschlichen Leben. Ihr Opus umfasst Vokalmusik, Kammermusik, Bühnenmusik, Orchesterwerke sowie Hörspiele und Videoinstallationen und wird in ganz Europa und in den USA aufgeführt und ausgestellt.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Annäherung X

Bettine von Arnim
* 04.04.1785 in Frankfurt a. M † 20.01.1859 in Berlin

Catharina Elisabetha Ludovica Magdalena Brentano - so lautet ihr Name im Kirchenbuch - wurde am 4. April 1785 in Frankfurt a. M. geboren. Die Tochter einer französischen Mutter und eines italienischen Vaters war als deutsche Dichterin, Komponistin, Sängerin und Bildhauerin eine der vielseitigsten und schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Früh erhielt sie Unterricht in Klavier, Gesang und Kom-position. Ihr Stil war ausgesprochen improvisatorisch. Alois Bihler, einer ihrer Mitstudenten, schien ihre musikalischen Gedanken gut zu verstehen und konnte ihr während der Improvisation mit den richtigen Akkorden entsprechen. Aufgrund ihrer tiefen Altstimme sang sie Männerrollen, ein Überbleibsel der Barockzeit. Sie verweigerte sich auch in ihrer persönlichen Erscheinung dem Idealbild der Frau. Zu ihrem Freundeskreis zählten Führungspersönlichkeiten aus Politik und Kultur. Bettine von Arnim verehrte Beethoven, mit dem sie eng befreundet war. Johanna Kinkel, Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms, Franz Liszt und Joseph Joachim gehörten zu ihrem vertrauten Umfeld. Sie pflegte eine rege Korrespondenz mit Goethe und die Gebrüder Grimm gehörten zum Fa-milienkreis (Herman Grimm heiratete ihre Tochter Gisela). Brentanos Briefsammlung, die in einem frischen und direkten Stil geschrieben sind, vermitteln uns ein lebendiges Bild ihres Lebens, ihres Charakters und ihrer Einstellung zu der Weltanschauung ihrer Zeit.

Bettine von Arnim durchbrach die Einschränkungen, denen sich Frauen im 19. Jahrhundert zu unterwerfen hatten, ebenso wie sie die Kompositionsregeln durchbrach, wodurch sie sich einen deutlich größeren intellektuellen Freiraum verschaffte. Musikalisch hatte sie eine besondere Affinität zu der harmonischen Sprache Liszts. Ihre Vielseitigkeit, ihr Intellekt und ihre Begeisterung offenbaren eine der gebildetsten Frauen der deutschen Romantik.

Werke:

Annäherung VII - an sieben Komponistinnen
Goethe-Vertonungen
Lieder und Duette. 23 Lieder und Duette für mittlere Stimmlage und Klavier.
Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 4

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