Bereich
Komponistinnen A-Z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Germaine Tailleferre
* 19.04.1892 in Parc-Saint-Maur, Paris † 07.11.1983

Germaine Tailleferre wurde am 19. April 1892 als jüngstes von fünf Kindern in kleinbürgerlichem Milieu in Parc-Saint-Maur bei Paris geboren.

Die Familie war aus der Normandie in die Großstadt gezogen. Ihrem trunksüchtigen und jähzornigen Vater zum Trotz nahm sie, durch die Mutter heimlich unterstützt, als Achtjährige bei Eva Meyer Klavierunterricht und studierte ab 1903 gegen den teilweise gewalttätigen Widerstand des Vaters Klavier (bei Eva Meyer) und Komposition (bei Henri Dallier, Nadia Boulanger und Georges Caussade) am Conservatoire in Paris, wo sie im Laufe der Jahre zahlreiche Preise gewann. Durch ihre Kommilitonen kam sie mit der Avantgarde der französischen Musikszene in Kontakt, die sich in den Jahren unmittelbar nach Kriegsende in lebhaftem Aufbruch befand. Viele ihrer lebenslangen Freundschaften hatten ihre Wurzeln in dieser Zeit.

Werke:

Annäherung XII - an sieben Komponistinnen XII

Tina Ternes
* 15.08.1969 in Kaiserslautern

Tine Ternes wurde am 15. August 1969 in Kaiserslautern geboren. Ihre Musikalität zeigte sich früh und wurde durch Klavierunterricht ab dem 7. Lebensjahr unterstützt. Später erlernte sie auch das Kontrabaßspiel. Gleichzeitig begann der systematische Theorieunterricht. Sie studierte bis 1993 Schulmusik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Das Hauptstudium ergänzte sie von 1992-94 durch ein Filmmusikstudium an der Wiesbadener Musikakademie bei Hubert Minkenberg. Im Anschluss daran absolvierte sie ihr Referendariat am Studienseminar Bad Kreuznach und arbeitete 1996 zwischenzeitlich als Musiklehrerin an einem Münchener Gymnasium. Seit September 1996 unterrichtet sie an der Integrierten Gesamtschule Kastellaun.

Werke:

Aufbruch für Blechbläserquintett (11') (2017)
Concer Tina
Concer Tina op. 6
HEXAGRAMM (Partitur) Canzone für sechs Orchestersegmente
Mayumi und Miyuki
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 1
„Ich muß selbst Sonne sein“

Caroline Thon
* 1966

„Den Namen CAROLINE THON sollte man sich merken!“ (Spiegel-online) „Hier präsentiert sich eine talentierte und selbstbewußte Künstlerin, die vordergründigen Glamour nicht nötig hat und die auf dem besten Wege ist, zu einer der führenden weiblichen Stimmen im deutschen Jazz zu werden.“ (Jazzpodium)

Caroline Thon studierte klassisches Saxophon, verbrachte danach ein Jahr am Berklee College of Music (Boston/USA) und schloss ein Kompositions-/Arrangementstudium in Köln ab. Entsprechend ihrer vielschichtigen Ausbildung ist sie als Grenzgängerin zwischen modernem Jazz, zeitgenössischer Musik, aber auch Rhythm’n’Blues unterwegs. Sie erhielt einen Kompositionsauftrag vom Europäischen Musikfestival in Stuttgart zur Bearbeitung der „Kunst der Fuge“ aus der Sicht des Jazz (2008). Caroline Thon leitete zusammen mit Julia Hülsmann den ersten Kompositionsworkshop für Komponistinnen im Rahmen des Festivals „Women in Jazz“ (2011). 2012 wurde sie vom sächsische Musikrat zur Leitung des „Landesjugend Jazzorchester Sachsen“ eingeladen und war Jury-Mitglied beim „Leipziger Jazznachwuchspreis“ 2012. Sie selbst wurde u. a. mit Preisen bei internationalen Jazzwettbewerben in Holland als Instrumentalistin und Komponistin ausgezeichnet. 2014 Uraufführung des von Caroline Thon geleiteten Projekts „Jazz aus der eurasischen Mitte“ beim Festival „Women in Jazz“ mit Musikern aus dem Iran, Libanon, Bulgarien, Usbekistan und Afghanistan, welches im Sommer 2015 bei Deutschlands größtem Weltmusikfestival (TFF in Rudolstadt) unter dem aktuellen Namen EURASIANS UNITY den RUTH-Hauptpreis 2015 erhielt. Ebenfalls 2015 erschien die zweite CD „Black&White Swan“ des von ihr 2009 gegründeten THONELINE ORCHESTRA beim renommierten Label ENJA-RECORDS/YELLOWBIRDS!. Weitere Informationen: www. carolinethon.de

Jeanne-Renée de Travanet
* 03.05.1753 † 04.05.1828

Die Marquise Jeanne-Renée de Travanet, geborene de Bombelles, entstammte dem französischen Hochadel und war vor ihrer Eheschließung Hofdame bei Madame Elisabeth, der Schwester Louis XVI.

Sie wurde am 3. Mai 1753 geboren, heiratete 1779 den Marquis de Travanet und starb am 4. Mai 1828. Nach der französischen Revolution, der sich ihr Gatte angeschlossen hatte, kauften sie das säkularisierte Kloster Royaumont in Asnières-sur-Oise und bauten es zu einer Fabrik um. Die Eheleute entfremdeten sich, da Jeanne-Renée weiterhin royalistisch eingestellt blieb. Die Ehe wurde geschieden. Von ihrer Zeitgenossin Henriette Louise von Waldner-Oberkirch wird sie als „eine der besten, der geistreichsten, der charmantesten Frauen, die ich kenne“ beschrieben: „Je suis liée avec Mme de Travanet de la plus vive amitié; c’est une des meilleures, une des plus spirituelles, une des plus charmantes femmes que je connaisse. Elle a été dame de Mme Elisabeth et ne l’était plus au moment dont je parle. C’est elle qui a composé la chanson du Pauvre Jacques, dont l’air et les paroles sont si touchants. Je voyais sans cesse Mme de Travanet, et je suis même entré en correspondance avec elle.“ („Mich verbindet mit Madame de Travanet die herzlichste Freundschaft. Sie ist eine der besten, geistreichsten und charmantesten Frauen, die ich kenne. Sie war Hofdame von Madame Elisabeth, aber nicht mehr zu der Zeit, von der ich spreche. Sie hat das Lied Pauvre Jacques komponiert, dessen Melodie und Text so ergreifend sind. Ich traf Madame de Travanet ständig und stehe sogar in Briefwechsel mit ihr.“) Zitat aus: Mémoires de la Baronne d’Oberkirch, Bd. 1, Paris 1853 (2. Auflage), S. 186.

Werke:

L‘amour et le printemps. Lieder um 1800

Wen-Hui Tu
* 1964 in Taipeh, Taiwan

Wen-Hui Tu wurde 1964 in Taipeh auf Taiwan geboren. Schon früh zeigte sich ihre musische Begabung, die von der musikliebenden Mutter auf das Klavierspiel gelenkt wurde. Als Sechsjährige besuchte sie eine private Musikschule, die ihr eine klassische europäische Musikerziehung vermittelte.

Bereits mit sieben Jahren begann sie erste Klavierkompositionen niederzuschreiben, zunächst zwei- und später vierhändig, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester vortrug. Von 1979 bis 1984 studierte Wen-Hui Tu an der Taiwan National Academy of Arts Komposition (bei Prof. Yen Lu und Prof. Chan-Fa Yiu) und Viola und schloss das Studium mit der Komposition eines preisgekrönten Violinkonzertes ab.

Werke:

Annäherung III - an sieben Komponistinnen
Tyan-Sian-Dzz

ADMINPANEL
Benutzername
Passwort