Termin
Internationales Luise Greger-Festival in Kassel
Sonntag, 20.10.2019
11:00 und 15:00 Uhr
Ort: hr-Studio Kassel, großer Sendesaal (Wilhelmshöher Allee, Kassel)

Luise Greger: Gänseliesel
Ein Märchenspiel von Emilie Riedel
Musik von Luise Greger
Kammermusikalische Bearbeitung von Barbara Gabler
Inszenierung: Michael Kaiser
Musikalische Leitung: NN

Weitere Informationen unter www.kasselerkulturforum.de

Im diesem Jahr feiert seine große Komponistin. Anlass ist Luise Gregers 75. Todestag.

Das Kasseler Kultur Forum e. V. plant in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium der Justiz, dem Hessischen Rundfunk (hr2 Klassik), der Robert-Crawford-Foundation (USA), dem LWV Hessen, dem Institut für Musik der Universität Kassel, Vitos Kurhessen gemeinnützige GmbH, dem Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal, dem Lions Club Kassel-Brüder Grimm, der Museumslandschaft Hessen Kassel, dem Förderverein Archiv Frau und Musik Kassel e.V., der Stadt Kassel, der Musikschule Baunatal, dem Autohaus Hetzler, dem Furore Verlag und mit Unterstützung der Familie Greger vom 18.10. bis zum 20.10.2019 ein dreitägiges Internationales Festival.
Mit einem musikalischen Salon wird das Festival eröffnet. Traudl Schmaderer (Sopran) und Vera Weht (Klavier) werden Lieder uraufführen, deren Autographe erst kürzlich wiederentdeckt wurden. Ein weiteres Glanzlicht ist ein Liederabend mit Weltstar Eleni Matos (Mezzosopran), die in ihrem Heimatland USA schon mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Metha und Neeme Jarvi aufgetreten ist, und mit dem Tenor Stanley Johnson. Begleiter werden beide von der ebenfalls aus den USA anreisenden Pianistin Rebecca. Geplant sind u.a. zwei Vorträge: Dr. Annette van Dyck-Hemming wird über die Ausbildungsmöglichkeiten der Frauen um 1900 am Beispiel von Luise Greger sprechen. Schüler*innen eines Leistungskurses des Kasseler Wilhelmsgymnasiums berichten über ihre Erfahrungen mit dem spätromantischen Lied am Beispiel der Kompositionen Luise Gregers. Leitung: Maria Weber-Krüger.
Auf dem Programm steht auch eine Fahrt zu ihrer letzten Lebensstation: In der Psychiatrie Merxhausen starb Luise Greger in der Nazizeit an gezielter Unterversorgung; ein Schicksal, das dort ca. 400 Frauen widerfuhr. Stellvertretend für alle Menschen, die hier starben, wird der Platz vor dem Kloster nach Luise Greger benannt. Die festliche Einweihung des Luise-Greger-Platzes und die offizielle Namensgebung erfolgt durch den Bad Emstaler Bürgermeister Stefan Frankfurth. Die Schirmherrschaft hat Susanne Selbert übernommen. Ein Bläserensemble der Musikschule Wolfhagen spielt zwei Sätze aus der Bühnenmusik zu „Gänseliesel“ von Luise Greger. Im Anschluss wird Joachim Hübner, Vorsitzender des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal e.V., im Rahmen einer Führung einen Vortrag über Luise Gregers letzte Lebensphase in Merxhausen halten.
Den Abschluss des Festivals bilden am Sonntag zwei Aufführungen des Märchenspiels „Gänseliesel“ in einer kammermusikalischen Bearbeitung. Das Märchenspiel wurde bereits 1933 in der Orchesterfassung in Baden-Baden uraufgeführt. Das Aufführungsmaterial galt lange als verschollen, bis die Orchesterstimmen 2017 in der Universitätsbibliothek Kassel wiederentdeckt wurden. Mit Hilfe dieses Materials werden zurzeit mit freundlicher Unterstützung vom Hessischen Ministerium der Justiz, namentlich durch die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, und der Volksbank Kassel Göttingen die Partitur und das Stimmenmaterial erstellt.
hr2 Kultur wird sowohl den Liederabend am Samstagabend als auch die Aufführung des Märchenspiels „Gänseliesel“ am Sonntagvormittag mitschneiden.
Luise Greger, die viele Jahre in Kassel wirkte, fand schon zu Lebzeiten in Deutschland und im europäischen Ausland als Kammersängerin und Komponistin große Anerkennung. Die Kasseler Post schrieb anlässlich ihres 70. Geburtstag am 27.12.1932: „Die Stadt Kassel kann stolz darauf sein, Deutschlands bedeutendste lyrische Ton-Dichterin der Gegenwart zu ihren Einwohnern zu zählen.“
Die Stadt Kassel hat ihre Komponistin 2013 mit der Einweihung des Luise-Greger-Wegs und einer Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Wilhelmshöher Allee geehrt. Auch diese Orte werden bei einem Spaziergang anlässlich des Festivals besucht.

Veranstalter: Kasseler Kultur Forum e.V.
Kooperationspartner sind
Hessisches Ministerium der Justiz,
Hessischer Rundfunk (hr2 Klassik),
Robert-Crawford-Foundation (USA)
LWV Hessen,
Institut für Musik der Universität Kassel,
Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal,
Vitos Kurhessen gemeinnützige GmbH,
Lions Club Kassel-Brüder Grimm,
Museumslandschaft Hessen Kassel,
Förderverein Archiv Frau und Musik Kassel e.V.,
Stadt Kassel,
Musikschule Baunatal,
Autohaus Hetzler
Das Festival findet mit Unterstützung der Familie Greger statt.

Schirmherrschaft:
Hessische Ministerin der Justiz Eva Kühne-Hörmann
ADMINPANEL
Benutzername
Passwort