Großer Erfolg für Luise Gregers "Gänseliesel"

Die Wiederentdeckung der Oper Gänseliesel der Kasseler Komponistin Luise Greger ließ aufhorchen.
Die Märchenoper wurde am 7. September 2013 nach 80 Jahren „Dornröschenschlaf“ im ausverkauften Kasseler Augustinum aufgeführt und bezauberte alle Anwesenden, unter ihnen die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann.

In der Oper verbinden sich hohe musikalische Qualität mit stilistischer Vielfalt, Witz und anrührenden Momenten. Die Instrumentierung des überlieferten Klavierauszugs für Oktett durch Barbara Gabler, die das Werk auch dirigierte, wurde von der Kritik als „ideale Besetzung“ bezeichnet.

Die Oper ist im Furore Verlag erschienen:
1. Partitur

2. Klavierauszug

3. Mietmaterial


Luise Greger Werkverzeichnis

Das komplette Werkverzeichnis der Kasseler Komponistin steht nun zum download bereit.
Die am 27. Dezember 1862 in Greifswald geborene Luise Greger hat sich zu Lebzeiten in Deutschland und im europäischen Ausland als Kammersängerin und Liedkomponistin große Anerkennung erworben.
Luise Greger komponierte über 100 Lieder, welche sie größtenteils im Eigenverlag und teilweise in mehrfachen Auflagen veröffentlichte. Sie vertonte Gedichte unter anderem von Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Storm, Julius Wolf und Rudolf Baumbach.

Mit der großen Zahl an Liedkompositionen steht sie fest in der Tradition der Gattung Lied. Am nächsten ist Luise Greger wohl Johannes Brahms sowohl was die Harmonik anbetrifft als auch die Wahl der Textinhalte. Das Spektrum ihrer Lieder reicht vom hymnischen oder sehnsuchtsvollen Überschwang bis zur volksliedhaften Geste wobei es eine musikalisch sehr schöne und ergiebige seelische Heimat im getragenen oder melancholischen Ton gibt.
Vor kurzem wurden der Komponistin zwei besondere Ehrungen zuteil: Am 20. Juli 2013 wurde der Kasseler Fußweg zwischen Niederwaldstraße und Baunsbergstraße in „Luise-Greger-Weg“ umbenannt und am 1. September diesen Jahres wurde vor dem ehemaligen Wohnhaus Luise Gregers in der Wilhelmshöher Allee 259 in Kassel eine Gedenktafel für die Komponistin feierlich enthüllt. In diesem Haus lebte sie von ca. 1911 bis 1939. Hier veranstaltete sie musikalische Salons, in denen sie auch als Interpretin ihrer zahlreichen Liedkompositionen auftrat.