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Komponistinnen
Alle Informationen rund um unsere Komponistinnen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
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Geburtstage

Eva Schorr
* 28.09.1927 in Crailsheim
† 20.01.2016
Dank ihrer Doppelbegabung hat sich Eva Schorr als Komponistin und als Malerin einen Namen gemacht. Mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Musikunterricht, mit acht Jahren trat sie bei Schulkonzerten mit eigenen Kompositionen auf.
Als Jugendliche gewann Eva Schorr erste Preise bei Kompositions- und Orgelwettbewerben. Während des Kompositionsstudiums bei Johann Nepomuk David und des Orgelstudiums bei Anton Nowakowski an der staatlichen Musikhochschule Stuttgart setzte sie auch ihre Zeichen- und Malstudien fort. Bei Kompositionswettbewerben erhielt Eva Schorr zahlreiche Auszeichnungen u. a. die Goldmedaille beim 4. Internationalen Wettbewerb in Buenes Aires.

Werke:

Annäherung I - an sieben Komponistinnen
Fantasie, Choral und Fuge
In der Welt habt ihr Angst
Mixed Suite für Flöte und Gitarre
Pas de Trois (Partitur und Stimmen)
Pas de Trois (Stimmen)
Pas de Trois (Taschenpartitur)
Ritornell

Maria Hester Park
* 29.09.1760
† 07.06.1813 in Hampstead/GB
Maria Hester Park geb. Reynolds war Musikerin, Klavierlehrerin und Komponistin. In den 1770er Jahren trat sie öffentlich als Cembalistin und Pianistin auf und wurde als ständige Pianistin der Oxford Music Rooms bekannt. 1782 konzertierte sie erstmals mit einem Cembalokonzert in den Hanover Square Rooms London. Klavierschülerinnen von ihr waren u. a. die Duchess of Devonshire und deren Töchter. Im Jahr 1787 heiratete sie den Kupferstecher, Autor und Antiquar Thomas Park (1759–1834), der mehrere Gedichte für sie verfasste. Nach ihrer Heirat trat sie bis 1792 insgesamt noch drei weitere Male auf.
Unterricht erteilte sie nachweislich bis 1807. Ihre Musik zeigt, dass sie mehr als ein Vierteljahrhundert lang eine überaus kompetente und professionelle Komponistin war. Bereits in den 1780er Jahren begann Maria Hester Park, ihre Klaviermusik, von der nur ein Teil erhalten geblieben ist, zu publizieren. Zu ihren Werken gehört auch ein ca. 1795 geschriebenes Klavier-/Cembalokonzert, welches ausschließlich von Streichern begleitet wird. Brieflich stand sie mit dem Musikhistoriker Charles Burney in Kontakt. Joseph Haydn ließ ihr am 22. Oktober 1794 durch ihren Ehemann seine Englische Sonate Nr. 3 in D (H.XVI: 51) zukommen. Maria Hester starb in Hampstead, London im Alter von 53 Jahren nach einer langen Krankheit und hinterließ vier Töchter.

Werke:

pian é forte. Klaviermusik

Gedenktage

Caroline Carrière
* 30.11.1959 in Fribourg
† 01.10.2018
Caroline Charrière wurde 1960 in Fribourg (Schweiz) geboren, hat ein Flötenstudium am Konservatorium Lausanne (bei Pierre Wavre) absolviert und es dann bei Aurèle Nicolet und am Royal Northern College of Music in Manchester (England) ergänzt. Gleichzeitig hat sie Orchestrierung und Komposition beim Schweizer Komponisten Jean Balissat studiert. Seit Herbst 2000 widmet sich Caroline Charrière hauptsächlich der Komposition. Foto: AWicht
Zu Beginn des Jahres 2017 hat sie den Wettbewerb für einen einjährigen Aufenthalt in der Cité internationale des Arts in Paris gewonnen, wo sie sich vor allem dem Komponieren einer Passion widmen wird. Im Sommer 2017 erhält sie für Awakening den 2. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb für Komponistinnen „Aufbruch für zwei Trompeten, Horn, Posauen und Tuba“. Ihr umfangreicher Werkkatalog enthält Instrumental- und Kammermusik, sowie Chor- und Orchesterwerke. Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit unterrichtet sie am Konservatorium Freiburg Theorie und Querflöte und dirigiert den Frauenchor Choeur de Jade. www.carolinecharriere.ch

Werke:

Awakening

Emilie Mayer
* 14.05.1812 in Friedland
† 04.10.1883 in Berlin
Emilie Mayer – geboren 1812 in Friedland (Mecklenburg), gestorben 1883 in Berlin – ist eine der bemerkenswertesten deutschen Komponistinnen des 19. Jahrhunderts.
In einer Epoche, in der die komponierenden Frauen ihre Werke zum überwiegenden Teil ausschließlich im häuslichen Rahmen – bestenfalls im Kontext eines Salons – aufführen durften, übte Emilie Mayer ihre Tätigkeit als Vollberuf aus. Für ihren außergewöhnlichen Werdegang sind, neben dem musikalischen Talent, besondere biographische Vorraussetzungen verantwortlich. 1840 beging Mayers verwitweter Vater, für den sie als älteste unverheiratete Tochter den Haushalt führte, Selbstmord – ein Wendepunkt in ihrem Leben. Von familiären Verpflichtungen weitgehend befreit und finanziell unabhängig, beschloss die beinahe 30-Jährige die Provinz zu verlassen und eine Laufbahn als professionelle Komponistin einzuschlagen. Ihre Ausbildung erhielt sie bei führenden Musiktheoretikern ihrer Zeit – bei Carl Loewe (1796–1869) in Stettin sowie bei Adolf Bernhard Marx (1795–1866) und Wilhelm Wieprecht (1802–1872) in Berlin. Die Qualität dieser Ausbildung ist vor dem Hintergrund der allgemeinen Zugangsbeschränkungen für Frauen im Fach Komposition an Hochschulen und Konservatorien dem individuellen Eintreten ihrer Lehrer für den gründlichen Musikunterricht von Frauen zu verdanken. Marx dürfte in dieser Hinsicht besonders engagiert gewesen sein. In einem 1856 in der „Berliner Musikzeitung Echo“ erschienenen Artikel plädierte er für eine gründliche musikalische Ausbildung von Frauen und betonte, dass er sich nicht nur verbal, sondern auch praktisch um deren Förderung bemühe. Bereits während ihrer Ausbildungsjahre verlegte sich Mayer auf musikalische Gattungen, die gemeinhin für Frauen als zu schwierig und „unschicklich“ galten. Mehrteilige Kompositionen ließen in der Kritik der musikalischen Fachwelt nicht selten die Frage aufkommen, ob Frauen generell den Ansprüchen, entfernte musikalische Gedanken sinnvoll zu verbinden, gewachsen seien. Emilie Mayers Werk umfasst eine beachtenswerte Anzahl dieser „unweiblichen“ Gattungen – 8 Symphonien, 7 Konzert-Ouvertüren (darunter die erfolgreiche Ouvertüre zu „Faust“ op. 46), ein Klavierkonzert, ein „Rondo militaire“ sowie ein breites OEuvre an Streicher- und Klavierkammermusik. Charakteristisch für die zeitliche und stilistische Einordnung von Emilie Mayers Werken ist die Hinwendung zu jeweils einer oder wenigen Gattungen über einen längeren Zeitraum. Zu Beginn entstehen – ganz nach dem Vorbild ihres Lehrers Loewe – vor allem Lieder mit Singstimme. Aus ihrer frühen Stettiner Zeit in den 1840er Jahren stammen auch die 1. und 2. Symphonie. In der 1850 entstandenen 3. Symphonie in h-Moll vollzieht sich eine Hinwendung zu Beethovens Tonsprache, die sich auch in den Streichquartetten nachweisen lässt. Die acht im Nachlass erhaltenen Streichquartette entstehen bis 1858. Die stilistische Auseinander-setzung mit Beethoven wird durch Emilie Mayers Lehrer Adolf Bernhard Marx, der sie in diesem Zeitraum noch maßgeblich beeinflusste, angeregt und unterstützt.

Werke:

Großes Trio in e-Moll op. 12
Klaviertrio Nr. I e-Moll
Quartett d-Moll
Sonate D-Dur
Sonate D-Dur
Streichquartett A-Dur 1856 (28’)
Streichquartett B-Dur (1855) (25')
Streichquartett G-Dur (1855-1858) (20')
Streichquartett e-Moll
Symphonie Nr. 5 f-Moll
Symphonie Nr. 5 f-Moll
Violinsonate Es-Dur


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