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Komponistinnen
Alle Informationen rund um unsere Komponistinnen haben wir hier für Sie zusammengestellt: Biografien, Werklisten und Fotos.
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Geburtstage

Lili Boulanger
* 21.08.1893 in Paris
† 15.03.1918
Lange stand sie im Schatten ihrer großen Schwester und Lehrerin unzähliger Komponistinnen und Komponisten dieses Jahrhunderts, Nadia Boulanger. Lili Juliette Marie Olga Boulanger wurde sechs Jahre später, 1893 in Paris geboren und entstammte ebenso wie Nadia einer Familie, die das Pariser Musikleben seit dem 18. Jahrhundert nachhaltig bestimmt hat: Ihr Großvater war ein anerkannter Cellist, ihre Großmutter eine berühmte Sopranistin.
Ihre Mutter, eine russische Prinzessin, war Sängerin, der Vater Komponist (Prix de Rome 1835). Wegen ihres schwachen Gesundheitszustandes wurde sie nur unregelmäßig unterrichtet - zunächst von Nadia, dann bei Fauré und Vidal am Konservatorium -, hatte aber schon früh erste Auftritte als Pianistin und Geigerin (wobei sie ihr Lehrer Gabriel Fauré bei Hausmusikabenden begleitete).

Werke:

La Palmera. Music for Flute and Piano
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 3

Karin Rehnqvist
* 21.08.1957 in Stockholm
Karin Rehnqvist wurde am 21. August 1957 in Stockholm als zweite von drei Schwestern eines schwedisch-deutschen Ehepaares geboren. Ihr Vater war Geschäftsführer einer Industriefirma und ihre aus Deutschland stammende Mutter Physiotherapeutin. Karin Rehnqvist wuchs in Nybro in der Provinz Smäland auf. 1982 heiratete sie den Oberstudienrat Hans Persson, mit dem sie drei Kinder hat.
Nachdem sie 1980 ihr Musiklehrerinnenexamen gemacht hatte, begannsie mit dem Kompositionsstudium am Royal College of Music in Stockholm bei Gunnar Bucht, Sven-David Sandström, Arne Mellnäs, Pär Lindgren und Brian Ferneyhough. Ein charakteristisches Merkmal ihrer Musik ist die Synthese von Kunst- und Volksmusik. Das Volksmusikelement ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Musik und wird nicht nur aus Effekthascherei oder aus nostalgischen Gründen eingesetzt. Dennoch ist Karin Rehnqvist unverwechselbar eine Kunstmusikkomponistin. Obwohl ihre Musik nicht leicht in Kategorien oder 'ismen' einzuordnen ist, behält sie ihren kennzeichnenden Charakter, der nicht von Kunstmusikdebatten betroffen ist. Dies meint, dass Diskussionen über Modernismus und Postmodernismus oder über Exklusivität und Popularität für Karin Rehnqvists Kompositionen ohne Relevanz sind. Rehnqvists eigene musikalische Sprache erweist sich in ihrem Schaffenals bemerkenswert konsistent. Der Atemrhythmus, die Basis des Gesangs, durchzieht Rehnqvists Musik. Ihre Kenntnisse alter Musik und ihrer Instrumente treten manchmal deutlich zutage, der Stil jedes einzelnen Werkes hängt zum Teil ab von den individuellen Musikerinnen oder Ensembles, für die es geschrieben wurde. Zwischen 1976 and 1991 leitete Rehnqvist den Laienchor Stans Kör. Dies führte zu einer engen Beziehung zur Vokalmusik und erweckte ihr Interesse an verschiedenen Zugängen zu Aufführungen. Diese Erfahrung hat viele Werke beeinflusst. 1982 komponierte Rehnqvist 'Davids nimm', das zu ihren am meisten gespielten und geschätzten Werken gehört. Die eigentümliche Verwendung schwedischer Volksmusik im Rahmen von Kunstmusik und die originelle Kombination elektronischer und akustischer Techniken sowie der Klang dreier starker, konfrontativer, umfangreicher Frauenstimmen a cappella üben eine starke Faszination aus. Da der schwedische Rundfunk eine Aufführung mitschneiden wollte, suchte Karin Rehnqvist dafür passende Sängerinnen sie engagierte Lena Willemark und Susanne Rosenberg, und von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich eine jahrelange intensive Zusammenarbeit. Mit 'Davids nimm' fand Karin Rehnqvist ihre eigene, unverwechselbare Stimme und ist ihr seitdem treu geblieben.

Werke:

Annäherung XII - an sieben Komponistinnen XII

Gedenktage

Corona Schröter
* 14.01.1751 in Guben
† 23.08.1802 in Ilmenau
Als Weimarer Hofsängerin auf Lebenszeit genoss Corona Schröter eine gewisse künstlerische Freiheit. Goethe, der sie verehrte, sorgte 1776 für ihre Anstellung. Er war ihr enger Freund und künstlerischer Mitarbeiter am Hoftheater. In der ersten Aufführung seiner Iphigenie auf Tauris (1779) spielte Schröter die Titelrolle, während Goethe den Orest verkörperte.
Sie vertonte die Lieder seines Singspiels Die Fischerin, dessen Erstaufführung am 22. Juli 1782 im Park von Schloss Tiefurt stattfand und sang die eigens für sie geschaffene Rolle des Dortchen. Sie hat auch bei der Textgestaltung mitgewirkt, wie aus Goethes Tagebuch hervorgeht. Ihre Vertonung des Erlkönig aus dem Singspiel wurde die erste von zahlreichen Vertonungen dieser populären Ballade. Dieses Lied hat sie neben drei anderen Nummern aus Die Fischerin in ihre Sammlung Fünf und Zwanzig Lieder (Weimar 1786) aufgenommen.

Werke:

Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts

Tera de Marez Oyens
* 05.08.1932
† 29.08.1996
Tera de Marez Oyens studierte am Amsterdamer Konservatorium Klavier, Violine und Komposition. Sie setzte ihre Studien bei Hans Henkemans (Komposition) und am Institut für Sonology an der Universität Utrecht bei Gottfried Koenig (elektronische Musik) fort. Sie konzertierte als Pianistin und leitete Kinder- und Erwachsenengruppen bei Gruppenimprovisationen.
Sie dirigierte sowohl Laien- als auch professionelle Chöre und Orchester, produzierte Musikprogramme für das Radio und schrieb und referierte über Gruppenimprovisation, musikalische Früherziehung und die Rolle der Frau in der Musik.

Werke:

A Wrinkle in Time
Prazský Hrad (The Prague Castle)
Valalan und Springtal


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