Bereich
Komponistinnen A-Z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Francesca Caccini
* 18.09.1587 in Florenz † 1640 in Florenz

Francesca Caccini erhielt musikalischen Unterricht von ihrem Vater Giulio und trat erstmals im Jahr 1600 in Florenz als Sängerin auf. Als sich die Familie Caccini (Vater Giulio, Stiefmutter Margherita, Schwester Settimia und Bruder Pompeo) am Hofe Heinrichs IV. in Paris 1604/5 aufhielt, bot man Francesca eine Stelle an. Trotz weiterer verlockender Angebote von den adligen Häfen aus Rom und Ferrara blieb sie in Florenz und trat 1607 in die Dienste des Großherzog Ferdinando de’Medici.

In dieser Stadt, eines der wichtigsten Kunstzentren dieser Zeit, hielt sich Francesca Caccini (außer in den Jahren 1626-1630 in Lucca weilend) ihr ganzes Leben lang auf. Es kann vermutet werden, dass es sich bei der 1640 verstorbenen Francesca Caccini um die Komponistin handelt. Der früheste Hinweis auf das kompositorische Wirken findet sich in einem ihrer Briefe vom 10.9.1606 an den Dichter Michelangelo Buonarroti, in dem sie ihm für die zur Vertonung zugesandten Gedichte dankte.

Werke:

Annäherung IX - an sieben Komponistinnen
Il Primo Libro delle musiche

Matilde Capuis
* 01.01.1913 in Neapel † 31.01.2017

wurde am 1. Januar 1913 in Neapel geboren. Schon als kleines Kind entwickelte sie eine starke Affinität zu allem Musikalischen und machte durch ihre ersten Kompositionsversuche auf sich aufmerksam. Sie studierte Violine, Klavier und Orgel in Florenz und Venedig. Zwischen 1941 und 1946 besuchte sie Kompositionskurse an der Accademia Chigiana in Siena.

Sie gewann zahlreiche Kompositionspreise, u. a. den Premio Quartetto Veneziano (1948) und den Concorso Internationale per Compositoras „H. Rubinstein“ Buenos Aires (1962). Zu Matilde Capuis’ Kompositionen gehören Werke für Orchester und Chor, u. a. eine Sinfonia in sol minore und ein Oratorium für Soli, Chor und Orchester Il Pianto della Madonna, sehr viele Lieder und großartige Kammermusik. Ihre Vorliebe für Streichinstrumente, vor allem das Violoncello, brachte sie mit dem Cellisten und Professor Ugo Scabia zusammen, mit dem sie eine jahrelange Konzerttätigkeit verbindet. 1969 erhielt sie einen Ruf als Professorin für Tonsatz und Musiktheorie an das Giuseppe-Verdi-Konservatorium in Turin. Sie unterrichtete dort bis zu ihrer Emeritierung im Jahre 1983. Am 31. Januar 2017 starb sie mit 104 Jahren in Turin.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Annäherung VII - an sieben Komponistinnen
Breve Dialogo
Brevi Pagine di Musica da Camera per la Gioventu
Concentus brevis
Due Movimenti
Elegia
IV. Sonate G-Dur
Immagini for Violoncello and Piano
La Nave della Vita/Das Schiff des Lebens
Preludio, Allegro, Fantasia
Sei Miniatures
Streichquartett cis-Moll
V. Sonate

Carmen Maria Cârneci
* 19.09.1957 in Racila Rumänien

wurde am 19. September 1957 in Racila/Rumänien geboren. Sie studierte Komposition und Dirigieren am Porumbescu-Konservatorium in Bukarest. Nach dem Studium arbeitete sie mit verschiedenen rumänischen Orchestern als Dirigentin.

Mit einem DAAD-Stipendium kam sie 1985 nach Deutschland und setzte in Freiburg/Br. ihr Kompositions- und Dirigierstudium bei Klaus Huber und Francis Travis fort. Sie nahm an Dirigierkursen bei Pierre Boulez, Peter Eötvös u.a. teil und erhielt verschiedene Stipendien und Auszeichnungen für ihre Kompositionen und Dirigate.

Werke:

-embER die Stille, ich
25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Annäherung VIII - an sieben Komponistinnen
O viridissima auf einen Psalm von Hildegard von Bingen
OMENS capriccio
ORIGAMI I. für Klarinette in B
REm
Semanterion – Toaca für Ensemble (Sextett)
Sprachrohr - De Sancta Maria
TraumLieder
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 2
conSolar

Teressa Carreño
* 1853 in Caracas † 1917 in Koblenz

Teresa Carreño wurde 1853 in Caracas als Tochter des venezuelanischen Finanzministers geboren. Ausgebildet wurde sie in Venezuela und in Paris, und sie galt nach Sophie Menter als größte Pianistin ihrer Zeit und wurde als 'Walküre des Klaviers' bezeichnet. Zeitweise hatte sie Unterricht bei Anton Rubinstein.

1889 erster Auftritt in Berlin. In dritter Ehe war sie mit dem 11 Jahre jüngeren Eugen d' Albert verheiratet. Sie dirigierte und komponierte, so z.B. die Nationalhymne von Venezuela. Sie starb 1917 in Koblenz.

Werke:

Streichquartett h-Moll (Partitur und St)

Diana Čemerytė
* 1974 in Panevezys/Litauen

Diana Čemerytė unternahm bereits im Alter von neun Jahren erste Kompositionsversuche. Nach einer Ausbildung in Komposition und Musiktheorie am Konservatorium von Vilnius studierte sie von 1994 bis 2000 an der Litauischen Musikakademie in Vilnius Komposition bei Osvaldas Balakauskas.

Seit 2003 erweitert sie ihre Ausbildung durch ein Studium der Musikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Diana Čemerytė erhielt verschiedene Kompositionsaufträge und ist in Litauen und im europäischen Ausland regelmäßig auf Festivals und Konzerten für zeitgenössische Musik zu Gast.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Bild ohne Rahmen
Lamentation
Silhouetten, Schatten, Vision
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 1

Cécile Chaminade
* 1857 † 1944

In der Vielseitigkeit ihrer Ausdrucksmittel und innerhalb der französischen Klaviermusik aus der Belle Epoque am ehesten mit Saint-Saëns und Debussy vergleichbar, hat die Pariser Komponistin und Pianistin Cécile Chaminade mehr als jede andere schöpferische Musikerin zur Farbigkeit des Kulturlebens der Seinestadt beigetragen. Die klassisch-romantische Sonatenform beherrschte sie gleichermaßen sicher wie die Gesetze der Liedform oder die klangliche Balance kleiner Genrestücke und Tänze.

Mit mehr als 200 Klavierstücken und rund 130 Liedern mit Klavierbegleitung schuf sie allein auf diesen beiden Gebieten von etwa 1880 bis 1915 ein Oeuvre, das zu den umfangreichsten aus jenem Zeitraum zählt. Wichtiger als die Quantität ihres kompositorischen Lebenswerks, das nebst der komischen Oper „La Sévillane“ und dem Ballett „Callirhoë“ ein Konzertstück für Klavier und Orchester, zwei Klaviertrios, ein Concertino für Flöte und Orchester sowie eine Messe einschließt, ist die Qualität ihrer melodischen Erfindung. Cécile Chaminade war, wie selbst unscheinbar kleine Stücke im "Album des Enfants" op. 126 bezeugen, eine geborene Melodikerin voll lyrischer Feinheit und hoch entwickeltem Sinn für Mass und Klarheit. Wie neben ihr Mélanie Bonis und die vorzeitig gestorbene Rom-Preisträgerin Lili Boulanger setzte sie die alte Tradition der typisch französischen Transparenz fort. Zeitweise als Salonkomponistin belächelt [oder gar verschrien] ist Cécile Chaminade aus der Pariser Musik um 1900 kaum mehr wegzudenken. Vor allem ihre Noblesse und Eleganz zum Ausdruck bringende Klaviersolomusik ist zum musikalischen Inbegriff für die Belle Epoque geworden, der die Pianistin als Interpretin vorwiegend eigener Werke ihren gesellschaftlichen Aufstieg und ihre langjährige Beliebtheit verdankte.

Werke:

Annäherung X
pian é forte. Klaviermusik

Rebecca Clarke
* 1886 in Harrow, England † 1979

Rebecca Thacher Clarke wurde am 27. August 1886 in Harrow, England, als ältestes von vier Kindern eines deutsch-amerikanischen Ehepaares geboren. Ihr Vater arbeitete als europäischer Vertreter der Eastman Kodak Company, nach dem er selbst eine Kamera erfunden hatte, die anstelle von Platten einen flachen Film benutzte. Die Clarkes waren begeisterte Musikliebhaber und machten viel Hausmusik.

Mit acht Jahren erhielt Rebecca ihren ersten Geigenunterricht. Mit 16 Jahren wurde sie an der Royal Akademy of Music in London als Violinstudentin bei Hans Wessely zugelassen, wo sie auch Harmonielehre bei dem Komponisten Percy Hilder Miles, einem Freund ihres Vaters, studierte. Als ihr dieser aber einen Heiratsantrag machte, nahm ihr Vater sie von der Akademie.

Werke:

Annäherung XII - an sieben Komponistinnen XII
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 3

Gloria Coates
* 1938 in Wausau, Wisconsin

Gloria Coates erhielt bereits mit zwölf Jahren den renommierten Kompositionspreis der ‚National Federation of Music Clubs/Junior Division'. Sie machte ihre Master- und post graduate Studien in Komposition an der Louisiana State University und an der Columbia University in New York.

Gloria Coates’ Œuvre umfasst nahezu alle Bereiche der Musik: von Orchesterwerken, darunter 14 Symphonien - keine Komponistin hat bislang so viele Symphonien geschrieben - bis hin zu Elektronischer Musik. Ihre Werke erhielten zahlreiche Preise (u. a. die Internationale Koussevitzki Auszeichnung) und werden weltweit auf Großen Festivals (z. B. Warschauer Herbst, Musica Viva, New Music America) aufgeführt.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Annäherung XIII

Maria Rosa Coccia
* 04.06.1759 in Rom † 1833 in Rom

Maria Rosa Coccia wurde am 4. Juni 1759 in Rom geboren. Ihre Eltern stammten beide aus der Nähe Roms, die Mutter Maria Angiola Luzi aus Castel Gandolfo, der Vater Antonio Coccia, ein Apotheker, aus Velletri.

Mit acht Jahren zeigt sich bei ihr eine so große Musikalität, die sich im Singen - solfeggiare all' improvviso', einer kunstvollen, textlosen Gesangstechnik ausdrückt, sowie eine staunenswerte Fertigkeit im Umgang mit dem Notensystem - "tutte le chiavi musicali giunse a conoscere" -, dass der Vater für einen Musiklehrer sorgt, bei dem das Kind Unterricht in Cembalo und Gesang bekommt. Ihre Fortschritte sind so immens, daß der Lehrer ihr bald nichts mehr beibringen kann, so wird berichtet. Dabei ist die Rede von achtständigem Üben des Kindes.

Werke:

Annäherung XIII
Dixit Dominus Domino meo
Magnificat

Irene B. Cozad
* 1888 in Lineville Iowa † 02.08.1970

Irene Cozad wurde in Lineville, Iowa geboren, wurde aber in der Gegend um Kansas City bekannt. Sie spielte Klavier mit dem Kansas Symphony und war als Musiklehrerin tätig. Als sie 1912 J. Whitman Sherer heiratete komponierte sie auch weiterhin.

Einige Lieder erschienen 1920, so auch Kansas City Town mit dem sie einen $100.00 Preis in einem Wettbewerb des Million Population Club gewann.

Werke:

Ragtimes

Chiara Margarita Cozzolani
* 27.11.1602 in Mailand † 1677

Margarita Cozzolani kam am 27. November 1602 in Mailand als Tochter einer wohlhabenden Familie zur Welt. Bereits als Jugendliche trat sie in das renommierte Benediktinerkloster St. Radegonda ein, wo sie 1620 die Ewige Profess ablegte und den Ordensnamen Chiara Margarita annahm. In den Jahren 1658-60 und 1672-73 ist sie als Äbtissin, 1664 und 1671 als Priorin des Klosters verzeichnet.

Leider stehen keine weiteren Informationen zur Verfügung!

Werke:

Annäherung XI

Andrea Csollány
* 1964 in Sindelfingen

Andrea Csollány studierte an der Musikhochschule Mannheim Klavier, Musiktheorie und Hörerziehung. Es folgten Aufbaustudien in Klavier und Komposition, u. a. bei Wolfgang Rihm. Andrea Csollany beschäftigt sich intensiv mit der Musik anderer Kulturkreise.

hre Kompositionen umfassen kammermusikalische Werke, Film- und Chormusik, Stücke für größere Ensembles und Orchester und wurden vielfach im In- und Ausland aufgeführt. Sie erhielt verschiedene Kompositionsaufträge und 1997 den Förderpreis der Stadt Mannheim für zeitgenössische Komposition. Bei dem Lied „Szüz Mária“ handelt es sich um ein altes ungarisches Volkslied, für wel-ches Andrea Csollány eine Klavierbegleitung arrangiert hat. Die deutsche Übersetzung des alten ungarischen Textes stammt von ihrer Mutter Maria Csollány.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 1
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 2

ADMINPANEL
Benutzername
Passwort