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Gabriele Hasler
* 18.04.1957 in Wiesbaden

wurde am 18.4.57 in Wiesbaden geboren und wuchs in Stuttgart auf. 'Gabriele Hasler ist als Sängerin nie völlig zufrieden damit gewesen, Lieder singen zu müssen: Hat das Vokalistinnen-Leben nichts Besseres zu bieten? Nicht, dass sie das nicht könnte- das Gegenteil ist oft genug bewiesen.

Aber sie ist mehrere Schritte weiter gegangen. Da gab es zum Beispiel eine geheimnisvolle, aus dem Japanischen in eine Art verschlungenes Halbdeutsch übertragene Gebrauchsanweisung für eine Uhr: verwirrende, gleichwohl rätselhaft klangvolle Anweisungen für unausführbare Tätigkeiten, die einen banalen Gegenstand in ein flirrendes Licht rückten. Oder ein Lied in der bisher unbekannten Sprache Esperango ('Koliander, Sandarinen zusa Lamander').

Weitere Informationen über Gabriele Hasler

Werke:

Annäherung VIII - an sieben Komponistinnen
Der Bug hat zwei Fübe
Frescobaldi
Rosenstück
Sonetburger
Yntest

Karin Haussmann
* 1962 in Waibingen

Karin Haußmann studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen Rhythmik, Musiktheorie bei Wolfgang Grandjean und Komposition bei Walter Zimmermann und Nicolaus A. Huber. 1997 war sie Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin und erhielt den ersten Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Biennale Neue Musik Hannover.

1998 folgte der Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler. Seitdem entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles wie dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, Trio Accanto, Thürmchen-Ensemble, Musikfabrik NRW, Ensemble Aventure, La Art pour la Art u.a. 2002 war sie Preisträgerin beim Kompositionswettbewerb des europäischen Musikfestivals 'Windrose' im Rahmen der Ruhrfestspiele.

Werke:

Annäherung XIII

Barbara Heller
* 06.11.1936 in Ludwigshafen am Rhein

Barbara Heller wurde am 6.11.1936 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Sie studierte Musik in Mannheim und München. Von 1958 bis 1962 war sie Dozentin für Klavier an der Staatl. Hochschule für Musik und Theater in Mannheim. Nach Kompositionsstudien bei Hans Vogt in Mannheim, Harald Genzmer in München und M. Lavagnino in Siena kam sie 1963 nach Darmstadt, wo sie bis heute als freiberufliche Komponistin und Pianistin lebt und arbeitet.

Barbara Hellers Sprache ist die Musik. Sie formuliert alles in Noten: Gedanken, Notizen, Briefe, Tagebücher. Die 1936 in Ludwigshafen am Rhein geborene Komponistin hat ihr Leben lang versucht, Bild und Musik zusammenzubringen. In ihrem Elternhaus hatte weniger das Interesse an Musik, sondern vielmehr an der Bildenden Kunst vorgeherrscht. Ihr Vater arbeitete als Kirchenkunstrestaurator und »Kirchenmalerei Heller« war in Ludwigshafen über Generationen ein Begriff.

Ein Schwerpunkt in Barbara Hellers Werkschaffen ist die Klaviermusik. Sie schreibt sehr viele Werke für den Klavierunterricht, die neben technischen Fertigkeiten auch musikalisches Allgemeinwissen vermitteln möchten. Der Spielspaß steht an erster Stelle, darüber hinaus gibt es reichlich, aber unauffällig Gelegenheit zum Lernen. Barbara Hellers Klavierstücke sollen nicht nur einfach interpretiert werden. Die Schüler lernen beim »Spielen« auch mit der Musik eigenschöpferisch umzugehen, Experimente zu machen. Viele Stücke regen an, nach Lust und Laune verändert zu werden. Barbara Heller möchte die Schüler dazu anregen, eine eigene musikalische Welt zu entdecken.


Mit leidenschaftlicher Experimentierlust

Barbara Hellers Musik ist geprägt durch eine große stilistische Fülle sowie ein Bewusstsein für Tradition als Fundament für Weiterentwicklung: ernst und leidenschaftlich, impulsiv und spielerisch, streng gearbeitet oder mit viel Freiheit zur Improvisation. Offenheit und Experimentierlust kennzeichnen ihre Werke, die traditionell oder grafisch notiert sein können.
Barbara Heller lebt und arbeitet wechselweise in Darmstadt, im Odenwald und auf der Insel La Gomera. Die Klänge aus der Natur und der Umwelt sind oft Anregung für ihre Kompositionen. Kommunikation in Musik und Musik als Tagebuch: Hier trifft sich Barbara Heller mit »ihrer Schwester im Geiste« Fanny Hensel, von der sie einige Klavierwerke ediert und aufgeführt hat.
Sie war 1978 Gründungsmitglied des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e.V. und bis 1981 dort im Vorstand. In zahlreichen Vorträgen, Rundfunksendungen und Noteneditionen stellt sie die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit im Bereich Frau und Musik vor. Als Pianistin und Herausgeberin beschäftigt sie sich insbesondere mit der Klaviermusik von Fanny Hensel geb. Mendelssohn Bartholdy und mit internationaler zeitgenössischer Musik. 1986 bis 1993 war sie Vorstandsmitglied des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung in Darmstadt. Bis etwa 1998 experimentiert sie häufig mit bildenden KünstlerInnen, improvisiert und komponiert viel in Kollektivprojekten, macht Tonbandcollagen und Klanginstallationen zu Ausstellungen. Ihr Werk umfasst in erster Linie Klavier- und Kammermusik, in den letzten Jahren auch Lieder.

Weitere Informationen über Barbara Heller

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
5 Stücke
Annäherung I - an sieben Komponistinnen
Currants - Johannisbeeren
Das Quintenbuch
Domino
Drei Stücke für Flöte und Klavier
Eins für Zwei
Früher oder später
Furore - Ein Traum / Furore - A Dream
Hommage an Fanny Mendelssohn
Im Feuer ist mein Leben verbrannt
Kartenspiele
Kinderspiele
Klaviermusik
Klaviersuite
La Palmera
Lieder
Musik für Flöte solo
Nacht-Tagebuch
Nun sind die Kraniche längst im Süden
Schmetterlinge
Schmetterlinge
Selbstgespräch
Selbstgespräch für Klarinette, Flöte, Englischhorn oder Altblockflöte solo
Sinfonietta
Solo-Album für Holzblasinstrumente (auch: Englischhorn Solo-Album)
Spielpläne
Stationen
Streichquartett 1958 (Partitur und Stimmen)
Streichquartett 1958 (Stimmen)
Streichquartett 1958 (Taschenpartitur)
Tagebuch für Violine und Klavier
Ton-Zeichen
Triandafila
Variationen für Irith
Zwei Klavierstücke: Toccatina-Tonkette
pian é forte. Klaviermusik
„Wenn Töne auf Bananenstauden wachsen würden“ - Soli und Duette


Moya Henderson
* 02.08.1941 in Quirindl, Australien

Moya Henderson wurde 1941 in dem kleinen australischen Landstädtchen Quirindl im Staat Neusüdwales geboren. Den größten Teil ihrer Kindheit verbrachte sie jedoch in Geelong, Victoria, wo die Familie sich 1947 niedergelassen hatte. Im Alter von sechs Jahren bekam sie Klavierunterricht und als sie mit 17 Jahren das Internat in Melbourne verließ, war sie bereits eine perfekte Klavierspielerin und Sängerin.

Im Jahre 1960 trat Moya Henderson dem Sacre-Coeur-Orden bei, um Lehrerin zu werden. Diese Berufswahl unterbrach ihre musikalische Ausbildung für neun Jahre. Im Jahre 1970 begann sie schließlich ein Vollzeit-Studium im Fach Musik. Sie studierte Komposition bei dem führenden Komponisten Colin Brumby, und im Jahre 1972 verließ sie die Universität mit einem First-Class Honours Degree.

Werke:

Annäherung V - an sieben Komponistinnen

Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy
* 14.11.1805 in Hamburg † 14.05.1847 in Berlin

Fanny Hensel wuchs in einer wohlsituierten und gebildeten Berliner Familie auf. Wie ihre jüngeren Geschwister Felix, Rebecca und Paul erhielt sie eine ausgezeichnete Bildung. Schon früh erkannten der Bankier Abraham Mendelssohn Bartholdy und seine Frau Lea auch Fannys außergewöhnliche musikalische Begabung, so dass Fanny wie ihr Bruder Felix von den besten erreichbaren Lehrern unterrichtet wurde. Während eines mehrmonatigen Parisaufenthaltes im Jahre 1816 erhielten beide Geschwister Klavierunterricht bei der von Haydn und Beethoven geschätzten Pianistin Marie Bigot de Morogues, der in Berlin von dem bekannten Beethoven-lnterpreten Ludwig Berger fortgesetzt wurde.

Für die Ausbildung in Musiktheorie und Komposition engagierte Abraham Mendelssohn den seriösen und gewissenhaften Carl Friedrich Zelter, den Leiter der Berliner Singakademie und Freund Goethes. Bald war Fanny im Freundes- und Bekanntenkreis der Mendelssohns nicht nur als hervorragende Pianistin, sondern auch als Komponistin von Liedern und Klavierstücken bekannt. In seinem kurz nach Fannys plötzlichem Tod erschienenen Nachruf schreibt der Berliner Musikkritiker Ludwig Rellstab, sie habe mit ihrem berühmten Bruder auch die Schwesternschaft des Talents' geteilt und in der Musik einen Grad der Ausbildung erreicht, dessen sich nicht viele Künstler, denen die Kunst ausschließlicher Lebensberuf ist, rühmen dürfen' .

Werke:

2 Heine Duette a cappella
3 Goethe Duette
3 Heine Duette
Achmed an Irza
Acht Lieder für hohe Stimme nach Texten von Wilhelm Müller
Acht Lieder für mittlere Stimme
Adagio
Adagio für Viola und Klavier
Andante con moto in E (1846)
Andante-Klaviersätze und Notturno napolitano
Annäherung IV - an sieben Komponistinnen
Aria. Arien aus Oper und Oratorium
Arie: „O daß ich tausend Zungen hätte“
Charakterstücke
Das Jahr (moderne Notenedition)
Das Jahr - 12 Charakterstücke für Fortepiano (1841)
Das Jahr. (47’) Orchesterfassung
Das Jahr. (47’) Orchesterfassung
Das Jahr. Ein Klavierzyklus. Faksimile
Drei Stücke zu vier Händen/Three character pieces
Duette vol. 1-5 (komplette Edition)
Duette vol. 1: S/S mit Klavier
Duette vol. 2: S/S mit Klavier
Duette vol. 3: a cappella Duette
Duette vol. 4: S/T mit Klavier
Duette vol. 5: S/T (Bariton) mit Klavier
Eichendorff a cappella
Etudes Vol. 1
Etudes Vol. 2
Faust II. Kantate
Faust II. Kantate (Partitur)
Festspiel „Die Hochzeit kommt“ (Partitur)
Fischers Klage
Frühe Französische Lieder für Singstimme und Gitarre
Frühe Französische Lieder für Singstimme und Klavier
Frühe Klavierstücke Band 1: Leichte Stücke
Frühe Klavierstücke Band 2: Mittelschwere Stücke
Fünf Terzette
Gartenlieder op. 3
Hero und Leander (Sopran und Klavier)
Hero und Leander. Dramatische Szene für eine Singstimme mit Begleitung des Orchesters
Hiob. Kantate (Partitur)
Klaviermusik – Eine Auswahl
Klavierquartett As-Dur (P&St)
Klavierstücke 1821/1824
Klavierstücke 1828-1830
Lieder ohne Namen (1820-1844) Vol. 1: 1820-1827
Lieder ohne Namen (1820-1844) Vol. 2: 1828-1844
Liederkreis an Felix
Lobgesang. Kantate (Klavierauszug)
Lobgesang. Kantate (Partitur)
Lyrical Piano Pieces
Miriam's Song (Band 1)
Oratorium nach Bildern der Bibel (Partitur)
Orgelstücke zur Hochzeit: Präludium F-Dur, Postludium G-Dur
Ouverture C-Dur
Sonate c-Moll und Sonatensatz E-Dur
Sonate g-Moll
Streichquartett Es-Dur (Partitur und Stimmen)
Three Songs on texts by Lord Byron
Three Songs on texts by Lord Byron (Sopran und Klavier)
Und wüssten’s die Blumen. Liederband für Gitarre und Gesang
Vier Klavierstücke 1823–1826
Vier Lieder ohne Worte op. 8
Virtuose Klavierstücke
Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts
Waldruhe (Chorpartitur SAA)
Waldruhe (Partitur)
Waldruhe. Chorpartitur SAT
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 3
Weltliche a-cappella Chöre von 1846 Vol. 1
Weltliche a-cappella Chöre von 1846 Vol. 2
Weltliche a-cappella Chöre von 1846 Vol. 3
Weltliche a-cappella Chöre von 1846 Vol. 4
Weltliche a-cappella Chöre von 1846 Vol. 5
Wo kommst du her?. Liederband Fanny Hensel
Zum Fest der Heiligen Caecilia (Chorpartitur)
Zum Fest der Heiligen Caecilia (Partitur)
Zum Fest der hlg. Caecilie (Arrangement)
Zum Fest der hlg. Caecilie (Arrangement)
Zwei Bagatellen
für mascha. Orgel solo
pian é forte. Klaviermusik

Muriel Emily Herbert
* 1897 in Sheffield † 1984

Die englische Komponistin und Klavier-Pädagogin Muriel Herbert wurde in Sheffield geboren. Ihr Vater, Frederick William Herbert, war Lehrer und später Versicherungsvertreter, ihre Mutter Emily Godefroy war eine ausgezeichnete Laiensängerin mit musiktheoretischen Kenntnissen. Ihr Vater starb, als sie zwölf Jahre alt war. Schon früh begann Muriel zu komponieren und wurde darin von ihrem älteren Bruder Percy, einem ausgezeichneten Pianisten und von Hugh Farrie, einem wohlhabenden Mentor aus Liverpool, unterstützt. Der englische Komponist Roger Quilter stand ihr zur Seite und empfahl sie seinem Verleger Augener. 1922 wurden ihre Werke zum ersten Mal von Augener verlegt. 1917 begann sie ihr Musikstudium im Royal College of Music (RCM), London, mit einem Stipendium der Stadt Liverpool. Dort studierte sie von 1917–1920 Klavier und Komposition unter Charles Stanford, später Kontrabass unter Claude Hobday. Von Januar bis April 1921 studierte sie nochmals am RCM und schloss mit dem Lehrerdiplom, dem ARCM, in Klavierpädagogik ab. Herbert war eine sehr belesene junge Komponistin nicht nur hinsichtlich der englischen romantischen Literatur, sondern auch im Hinblick auf die Werke älterer und auch zeitgenössischer Autoren. 1928 heiratete sie den Franzosen Emile Delavenay. Er war Professor an der Universität Nizza und Beamter der Vereinten Nationen. Mit ihm hatte sie zwei Töchter. Sie wurde mit James Joyce bekannt gemacht, der ihre Vertonungen seiner Gedichte sehr schätzte. Auf Joyce’ Anraten hin legte Herbert ihre Vertonung des Yeats Gedichtes „The Lake Isle of Innisfree“ dem Dichter vor, der seine Zustimmung zur Veröffentlichung gab. Diese Vertonung von 1928 wurde in Irland so beliebt, dass sie sogar in dem Archiv für irische traditionelle Musik in Dublin aufgeführt ist. Nur wenige ihrer über 95 Lieder sind verlegt worden. Sie schrieb zwei Werke für Violine und Orchester: Enchanted Evening und Giboulee. Diese wurden von Barbirolli aufgeführt. Am Ende ihrer Lehrtätigkeit komponierte sie noch zwei Opern für Schulkinder: Come to the Zoo (1962) und Candy Floss (1964).

Herberts Stil ist sehr abwechslungsreich. Oft verwendet sie die Tonsprache des Impressionismus. Manche ihrer Kompositionen sind schlicht gestaltet, andere wiederum sehr vielschichtig und komplex. Dissonanzen verwendet sie nur in der Vokalmusik zur Untermalung von Ängsten und Konflikten des Lebens, die der jeweilige Text enthält.

Werke:

Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 3

Augusta Holmès
* 16.12.1847 in Paris † 28.01.1903 in Paris

Augusta Holmès (orig. Holmes Mary Anne), geboren am 16. Dezember 1847 in Paris, gestorben am 28. Januar 1903. in Paris, war irisch eingebürgerte französische Pianistin und Komponistin. Obgleich ihre Eltern gegen ihre ausübende Musik waren, spielte sie als Kind Klavier und sang wunderbar. Sie begann, unter dem Namen Hermann Zenta zu komponieren, später studierte sie mit Cesar Franck.

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Werke:

Le Chateau du Rêve
Rêverie Tzigane
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 4

Adriana Hölszky
* 1953

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Werke:

Annäherung II - an sieben Komponistinnen

Elisabeth von Herzogenberg
* 13.04.1847 in Paris † 07.01.1892 in San Remo

Elisabeth von Herzogenberg wurde am 13. April 1847 als drittes Kind des kgl. Hannoverschen Kammerherrn Bodo Freiherrn von Stockhausen und seiner Frau Klotilde Annette Gräfin von Baudissin in Paris geboren. Ihre Jugend verbrachte sie in Wien. Ihren ersten Unterricht in Musiktheorie und Klavier erhielt sie vom evangelischen Organisten Theodor Dirzka, ab 1861 erfolgte ihre musikalische Ausbildung durch Julius Epstein. 1863 war auch Johannes Brahms für kurze Zeit ihr Lehrer. Am 26. November 1868 heiratete sie den Komponisten Heinrich von Herzogenberg (1843–1900) in Dresden und zog mit ihm nach Graz, wo beide bis 1872 im „Grazer Singverein“ mitwirkten. 1872 wechselten sie über Dresden nach Leipzig, wo Elisabeth ihren Ehemann ab 1875 beim Aufbau und der Leitung des Bachvereins zu Leipzig unterstützte. Von der Musikstadt Leipzig aus erschlossen sich die Herzogenbergs einen bedeutenden musikalischen Freundeskreis um Johannes Brahms, Clara Schumann, Joseph und Amalie Joachim, Philipp Spitta u. a. 1885 zog das Ehepaar nach Berlin um. Ein langjähriges Herzleiden Elisabeths verschlimmerte sich und am 7. Januar 1892 starb sie erst 44-jährig in San Remo (Italien), in dessen warmem Klima sie vergeblich auf Linderung ihres Leidens gehofft hatte. Obwohl Elisabeth von Herzogenberg aufgrund der damaligen gesellschaftlichen Konventionen so gut wie nie als Interpretin oder als Komponistin öffentlich in Erscheinung trat, hätte sie die Begabung dazu zweifellos gehabt. Sie kann aber wegen ihrer umfassenden fördernden und beratenden Tätigkeiten im musikalischen Sektor durchaus als Vollblutmusikerin und Künstlerin angesprochen werden, wie Antje Ruhbaum in ihrer Dissertation „Elisabeth von Herzogenberg: Salon – Mäzenatentum – Musikförderung“ ausführlich darlegt. Beispielhaft sei nur genannt, dass ihr Johannes Brahms viele seiner Kompositionen vorab zur Begutachtung und Kommentierung zuschickte.

Die neu erschienene Lied-Edition von Elisabeth von Herzogenberg enthält die beiden Lieder „Selbst die Bäume weinen“ (1867) und „Nachklang“ (1885). Das Lied „Selbst die Bäume weinen“ (1867), das Elisabeth von Stockhausen als 19-Jährige komponierte, wird hier erstmals im Druck veröffentlicht, zusammen mit ihrem anderen Gesangsstück „Nachklang“ (1885). Beiden Werken wohnt der gleiche musikalische Schmelz inne, wenn auch das 1885 entstandene Lied „Nachklang“ filigraner komponiert ist und so formal die Herzogenberg’sche Schule zeigt.

Werke:

Lieder

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