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Madame Ravissa de Turin
* 1745 † 1807

Madame Ravissa de Turin, Maîtresse de Clavecin et de Chant Italien, so lautet die Aufschrift auf dem Druck der sechs 1778 in Paris erschienen Cembalosonaten Genovieffa Ravissas. Erst seit kurzem sind Details zu ihrem Leben bekannt geworden. Madame Ravissa wurde auf den Namen Genovieffa Bernardina Maria Vignola getauft.

Leider ist ihre Taufurkunde bislang nicht auffindbar, doch ist an Hand der übrigen Daten ihres Lebens (dem Zeitpunkt ihrer Hochzeit und dem Alter der Kinder sowie dem ihres Mannes) das Geburtsjahr zwischen 1745 und 1750 anzusetzen. Ihre Eltern waren der am Turiner Hof beschäftigte Gioanni Vignola (pittore in miniature) und Gioanna Battista Colombatta. Am 14. August 1764 heiratete Genovieffa den Turiner Goldschmied Cristofaro Ravissa, der das Geschäft seines 1761 verstorbenen Vaters übernommen hatte.

Werke:

Six Sonatas pour le Clavecin op. 1 Sonaten IV-VI

Karin Rehnqvist
* 21.08.1957 in Stockholm

Karin Rehnqvist wurde am 21. August 1957 in Stockholm als zweite von drei Schwestern eines schwedisch-deutschen Ehepaares geboren. Ihr Vater war Geschäftsführer einer Industriefirma und ihre aus Deutschland stammende Mutter Physiotherapeutin. Karin Rehnqvist wuchs in Nybro in der Provinz Smäland auf. 1982 heiratete sie den Oberstudienrat Hans Persson, mit dem sie drei Kinder hat.

Nachdem sie 1980 ihr Musiklehrerinnenexamen gemacht hatte, begannsie mit dem Kompositionsstudium am Royal College of Music in Stockholm bei Gunnar Bucht, Sven-David Sandström, Arne Mellnäs, Pär Lindgren und Brian Ferneyhough. Ein charakteristisches Merkmal ihrer Musik ist die Synthese von Kunst- und Volksmusik. Das Volksmusikelement ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Musik und wird nicht nur aus Effekthascherei oder aus nostalgischen Gründen eingesetzt. Dennoch ist Karin Rehnqvist unverwechselbar eine Kunstmusikkomponistin. Obwohl ihre Musik nicht leicht in Kategorien oder 'ismen' einzuordnen ist, behält sie ihren kennzeichnenden Charakter, der nicht von Kunstmusikdebatten betroffen ist. Dies meint, dass Diskussionen über Modernismus und Postmodernismus oder über Exklusivität und Popularität für Karin Rehnqvists Kompositionen ohne Relevanz sind. Rehnqvists eigene musikalische Sprache erweist sich in ihrem Schaffenals bemerkenswert konsistent. Der Atemrhythmus, die Basis des Gesangs, durchzieht Rehnqvists Musik. Ihre Kenntnisse alter Musik und ihrer Instrumente treten manchmal deutlich zutage, der Stil jedes einzelnen Werkes hängt zum Teil ab von den individuellen Musikerinnen oder Ensembles, für die es geschrieben wurde. Zwischen 1976 and 1991 leitete Rehnqvist den Laienchor Stans Kör. Dies führte zu einer engen Beziehung zur Vokalmusik und erweckte ihr Interesse an verschiedenen Zugängen zu Aufführungen. Diese Erfahrung hat viele Werke beeinflusst. 1982 komponierte Rehnqvist 'Davids nimm', das zu ihren am meisten gespielten und geschätzten Werken gehört. Die eigentümliche Verwendung schwedischer Volksmusik im Rahmen von Kunstmusik und die originelle Kombination elektronischer und akustischer Techniken sowie der Klang dreier starker, konfrontativer, umfangreicher Frauenstimmen a cappella üben eine starke Faszination aus. Da der schwedische Rundfunk eine Aufführung mitschneiden wollte, suchte Karin Rehnqvist dafür passende Sängerinnen sie engagierte Lena Willemark und Susanne Rosenberg, und von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich eine jahrelange intensive Zusammenarbeit. Mit 'Davids nimm' fand Karin Rehnqvist ihre eigene, unverwechselbare Stimme und ist ihr seitdem treu geblieben.

Werke:

Annäherung XII - an sieben Komponistinnen XII

Louise Reichhardt
* 1779 † 1826

Louise Reichardt (1779-1826) komponierte Lieder im volkstümlichen Stil, den ihr Vater, Johann Friedrich Reichardt, vertrat. Ihre Mutter Juliane, geb. Benda, auch eine Komponistin und Sängerin, starb, als Louise vier Jahre alt war. Louise Reichardt vertonte Texte von Dichtern, die sie persönlich kannte, darunter Achim von Arnim, Clemens Brentano, Ludwig Tieck, Novalis und Philipp Otto Runge.

Obwohl Joseph von Eichendorff Louise als die Tochter, die 'Goethesche Lieder komponierte' bezeichnete, sind heute nur zwei Goethe-Vertonungen bekannt, von denen eine in dieser Auswahl erscheint.

Werke:

Annäherung XI
Lieder romantischer Dichter Vol. 1: Lieder für hohe Singstimme
Lieder romantischer Dichter Vol. 2: Lieder für tiefe Stimme
Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 4

Jeannine Richer
* 1924

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Werke:

Fragment Minéral I

Bess Ruddisill

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Werke:

Ragtimes

Zoé de la Rüe

Zoé de la Rüe findet sich in den wenigen vorhandenen Quellen auch in den Schreibweisen „de Larue“ oder „Delarue“. Sie selbst schreibt sich auf ihren Notenausgaben jedoch stets „Zoé de la Rüe“. Sie scheint schon zu Lebzeiten mit ihrer Zeitgenossin Eugenie de la Rüe (1777–1816), geborene Beaumarchais, die ebenfalls Musikerin in Paris war, verwechselt worden zu sein.

Sicher ist, dass Zoé de la Rüe Schülerin des Pianisten und Komponisten Daniel Steibelt (1765–1823) war. Weiterhin bezeichnen zeitgenössische Quellen sie als „célèbre harpiste“, die für ihr Instrument sechs Sonaten, „die viel Talent zeigen“, veröffentlicht hat. In der Zeitung für die elegante Welt Berlin schreibt ein Korrespondent 1806 aus Paris: „Auch Madame Zoe de la Rue zieht mich immer mehr an. Man denke sich die Seltenheit, eine junge, sehr schöne Französin (nicht Pariserin), von Eleganz und Reichthum umgeben, welche sich von allen zeitverderbenden Zirkeln zurückzieht, um allein der Erziehung ihrer Kinder und dem eifrigen Studium der Künste zu leben und dieß alles thut sie mit einer Einfachheit, einer Anspruchslosigkeit, als könne es nicht anders seyn.“ Ihr Mann war Mitglied im „Rat der Fünfhundert“, eine der beiden Kammern des französischen Parlaments, bis er nach der gescheiterten Revolution des 18ten Fructidor (4. September 1797) verhaftet und in die Strafkolonie Sinamary nach Französisch-Guayana deportiert wurde. Acht Monate später konnte er jedoch nach London und später nach Deutschland fliehen. Sie hatten mindestens zwei Kinder: Eine Tochter gleichen Namens, die mit Franz Liszt und Marie d’Agoult befreundet war, und einen Sohn, Général Comte de la Rüe (1795–1872), der an der Grenzbestimmung zwischen Marokko und Algerien (1845) bedeutenden Anteil hatte. Ein Nachruf in der Revue Universelle von 1833, in dem Zoé de la Rüe als beste Schülerin von Daniel Steibelt bezeichnet wird, lässt auf das Todesjahr 1832 schließen. Vor einigen Jahren wurde aus dem Nachlass des Modeschöpfers Yves Saint Laurent ein Bild aus dem Jahre 1804 von Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780–1867) mit dem Titel Comtesse de la Rue, Mutter von Général Comte de la Rue versteigert.

Werke:

L‘amour et le printemps. Lieder um 1800

Catharina van Rennes
* 1858 † 1940

Die niederländische Sängerin, Musikpädagogin und Komponistin Catharina van Rennes erfuhr schon zu Lebzeiten Anerkennung, Beliebt- und Berühmtheit, sowohl durch ihre Lieder, als auch aufgrund ihrer Tätigkeit als Musikerzieherin. Nach dem Abschluss des Gesangsstudiums (bei Johan Messchaert) und des Kompositionsstudiums (bei Richard Hol), begann sie eine Karriere als Solistin und trat in Oratorien und Opern auf. Im Jahre 1887 gründete sie ihre eigene Musikschule in Utrecht, wo sie Gesang, Musiktheorie und Rhythmische Gymnastik nach Dalcroze unterrichtete.

Mehr als 40 Jahre lang begeisterte sie junge Generationen für Musik. Anlässlich der Krönung von Königin Wilhelmina im Jahre 1898 dirigierte sie ihre Oranje-Nassau-Kantate op. 33, die mit 1.800 Kindern und einem Orchester aufgeführt wurde. Sie komponierte über hundert Kinderlieder, Lieder für Erwachsene Stimmbildung und für niederländisch-sprachige Aufführungen. Die Lieder waren ihrer Frische wegen geschätzt. Sie sprachen die Fantasie von Jung und Alt an. Für den von ihr gegründeten Frauenchor komponierte sie Duette, Trios und Quartette. Van Rennes passte ihre Schreibweise immer den Fähigkeiten der Ausführenden an. Ihre Kompositionen bieten eine Bandbreite vom einfachen Lied bis zum klassischen Kunstlied, eine Kunstfertigkeit, die sie mit Fanny Hensel verbindet.

Werke:

Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 3

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