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Maddalena Laura Lombardini Sirmen
* 09.12.1745 in Venedig † 18.05.1818 in Venedig

Maddalena Laura Lombardini kam am 9. Dezember 1745 in Venedig zur Welt und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Ihre musikalische Begabung wurde früh entdeckt.

Mit sieben Jahren gewann sie einen Wettbewerb und erhielt einen Studienplatz im Ospedale dei Mendicanti, einem der vier großen Waisenhäuser Venedigs, die seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert für ihre Sängerinnen und Instrumentalistinnen berühmt waren.

Werke:

Alle sechs Streichquartette komplett Nr. 1 bis 6
Annäherung VIII - an sieben Komponistinnen
Konzert für Violine und Orchester op. 3 Nr. 4 C-Dur
Konzert für Violine und Orchester op. 3 Nr. 4 C-Dur (KA)
Streichquartett Nr. 1 Es-Dur
Streichquartett Nr. 2 B-Dur
Streichquartett Nr. 3 G Moll
Streichquartett Nr. 4 B-Dur
Streichquartett Nr. 5 F Moll
Streichquartett Nr. 6 e-Dur

Martha von Sabinin
* 30.05.1831

Martha (von) Sabinin (russisch: Marfa Stepanowna Sabinina, 1831–1892) wurde in Dänemark geboren, wuchs in Deutschland auf, war in der europäischen Kultur sozialisiert, verbrachte ihr halbes Leben in Russland und starb auf der Krim. Musik bestimmte die erste Hälfte ihres Lebens, der Dienst am Nächsten die zweite, und zwischen den Eckpfeilern Weimar und Odessa entfaltete sich ihre facettenreiche und ungewöhnliche Biographie.

Als fünftes von insgesamt 12 Kindern wuchs das Mädchen in einem Haushalt auf, in dem der fehlende materielle Wohlstand durch geistigen Reichtum aufgewogen wurde. Ihr Vater, Stepan Karpowitsch Sabinin (1789–1863), war als russisch-orthodoxer Geistlicher nicht nur Beichtvater der nach Weimar verheirateten Zarentochter Maria Pawlowna von Sachsen-Weimar-Eisenach (1786–1859), sondern als Theologe, Historiker, polyglotter Sprachwissenschaftler und Mitglied der dänischen und der russischen Altertumsgesellschaft auch ein wichtiger Vermittler zwischen Ost und West. Gemeinsam mit seiner Frau, Alexandra Timofejewna geb. Weschtscheserowa (1807–1882), die in den Bereichen Malerei, Klavierspiel und Literaturübersetzungen aktiv war, führte er im Zentrum von Weimar ein gastfreies Haus. Dort wuchsen die Kinder in einem vielfältigen und kulturell aufgeschlossenen Umfeld auf, in dem Interessen und Neigungen individuell gefördert und musische Begabungen unterstützt wurden. Insgesamt veröffentlichte Martha Sabinin insgesamt 22 Lieder und eine Ballade für Stimme und Klavier (op. 1 bis 4 und zwei Einzellieder auf Texte des russischen Dichters Fjodor Tjutschew) sowie eine Sammlung von elf Klavierstücken. Weitere Manuskripte und die Entwürfe einer Oper müssen heute als verschollen gelten. Was im Druck erschien, wurde durchweg zustimmend rezipiert. Eine zeitgenössische Rezension ihres Liederhefts op. 1 in der »Neuen Zeitschrift für Musik« (43/1855, S. 167f.) kommt zwar nicht darum herum, zeittypisch das stereotype Problemfeld einer komponierenden Frau zu umreißen, gelangt bei Martha Sabinin aber zu einem bemerkenswerten Ergebnis: »Mit bescheideneren Erwartungen gingen wir an die Durchsicht dieser Lieder,“ beginnt die Besprechung, „denn einmal berechtigte die Bezeichnung Op. 1 zu nachsichtigerer Beurtheilung, anderen Theils ist das Werkchen aus der Feder einer Dame geflossen, und mit nicht allzuvielen Ausnahmen hat das schöne Geschlecht auf dem Gebiete der musicalischen Composition bisher die Stufe des Dilettantismus nicht überschritten.« Der Rezensent muss jedoch beeindruckt feststellen, dass diese Musik einer anspruchsvollen Betrachtung standhält, und kommt letztlich zu einer ausgesprochen positiven Einschätzung: »Ein nur flüchtiger Blick auf die für Mezzo-Sopran geschriebenen acht Lieder zeigt jedoch schon, daß man sie mit einem höheren Maaßstab messen muß, daß sie die Beachtung und Anerkennung der Kritik verdienen. Die Componistin hat wirkliches Talent, die Form der Lieder spricht für ein tieferes Eingedrungensein in das Wesen der Kunst, die Behandlung der Singstimme wie des Pianoforte bethätigt [sic!] eine geübtere Hand – kurz das Op. 1 ist künstlerisch reifer, als nicht wenig andere Erstlingswerke selbst begabter Componisten.«

Werke:

Acht Lieder op. 1 (1855) für eine Singstimme mit Pianoforte

Alice Samter
* 11.06.1908 in Berlin † 20.03.2004

Die Komponistin Alice Samter wurde am 11.Juni 1908 in Berlin geboren. Im Alter von neun Jahren erhielt sie Klavierunterricht und begann mit ersten Kompositionsstudien. Ab 1930 intensivierte sie die Musikausbildung durch Studien bei der Pianistin Else Blatt, danach bei Amalie Iwan und Prof. Stark am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium.

Bei Gerhard F. Wehle studierte sie Improvisationen, bei Karl Ristenpart Chorleitung. Diese qualifizierten Vorstudien verhalfen zur Hochschuleinstufung ins 8. Semester und nur ein Jahr später,1946, erfolgte das Examen zur Musikpädagogin an Höheren Schulen.

Werke:

Annäherung I - an sieben Komponistinnen
Eskapaden
Mobile
Nelly-Sachs-Trio

Margrit Schenker
* 04.02.1954

Geboren 1954, Musikerin mit Akkordeon, Stimme, Bewegung, Text, Verkleidung. Klavierlehrerin an der Kantonsschule Küsnacht. Klavierlehrdiplom und Konzertreifeprüfung.

Artist in Residence an der Pauline Oliveros Foundation in Kingston U.S.A. FIFTY SONGS 50 kurze Stücke für Akkordeon und Stimme. Musikpodium der Stadt Zürich. Auftritte mit Pauline Oliveros, Bucknell University Pennsylvania, Swiss Institute New York, Akkordeonfestival Krems, Österreich, u.a. HOLY AND CRAZY one woman show.

Werke:

Baumklang
Benedicta
Geschichten

Iris Ter Schiphorst
* 22.05.1956 in Hamburg

Iris Ter Schiphorst wurde 1956 in Hamburg geboren. Sie ist als KomponistinAutodidaktin. Nach der Ausbildung zur Pianistin an der Hochschule für Musik/Bremen beschäftigte sie sich zunächst mit Rock- und Elektronischer Musik und spielte als Bassistin und Schlagzeugerin in diversen Rockbands. In diesem Umfeld entwickelte sie ihre ersten eigenen Stücke. 1984 siedelte sie nach Berlin über und fing an, sich mit Neuer Musik zu beschäftigen.

Sie besuchte Seminare u.a. bei Dieter Schnebel, Luigi Nono und Helga de la Motte. 1990 gründete sie das elektroakustische Ensemble intrors, in dem sie selbst Klavier und Keyboard spielt, und das ausschließlich ihre eigenen Werke aufführt.

Werke:

Annäherung IX - an sieben Komponistinnen

Theresia Schlechtriem
* 11.09.1940 in Leverkusen

Die Komponistin Theresia Schlechtriem wurde als Theresia Grümmer am 11. September 1940 in Leverkusen geboren. Während der Schulzeit war sie Jungstudentin in Violine, Klavier und Harmonielehre am Düsseldorfer Robert-Schumann-Konservatorium.

Von 1960-1963 studierte sie Schulmusik an der Musikhochschule in Köln mit abschließendem Staatsexamen für das künstlerische Lehramt an höheren Schulen. Schon damals galt ihre besondere Vorliebe dem Fach Gesang. 1962 heiratete sie den Schulmusiker Karl-Heinz Schlechtriem, zwei Jahre später wurde ihr Sohn Michael geboren. Mit ihrem Ehemann leitet sie seit 1963 den Leverkusener Kinder- und Jugendchor.

Werke:

Es ist Mai
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 1

Mia Schmidt
* 1952 in Dresden

Wohnsitz Freiburg. Vorlieben: Musiktheater, Bildmusik, elektronische Musik, Zusammenarbeit mit KünstlerInnen anderer Kunstsparten, Kammermusik. Handwerkszeug und ästhetischer Ansatz: vierteltönige Harmonik, modifizierte Spektren, Polyrhythmik, Bleistift und ComputerMusikalische Konstruktion berücksichtigt unterschiedliche Gedanken und Gefühle, unterschiedliche Zielgruppen

Vorlieben: Musiktheater, Bildmusik, elektronische Musik, Zusammenarbeit mit KünstlerInnen anderer Kunstsparten, Kammermusik. Handwerkszeug und ästhetischer Ansatz: vierteltönige Harmonik, modifizierte Spektren, Polyrhythmik, Bleistift und ComputerMusikalische Konstruktion berücksichtigt unterschiedliche Gedanken und Gefühle, unterschiedliche Zielgruppen. More information: www.miaschmidt.de/

Werke:

Annäherung III - an sieben Komponistinnen
Vom Liebhaben
Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 1
ihre Geschichte

Ruth Schonthal
* 27.06.1924 in Hamburg † 11.07.2006 in Scarsdale, New York

Ruth Schonthals Kompositionen reflektieren Fragen und Themen der heutigen Welt und sind gekennzeichnet von einer in ihr tief verwurzelten europäischen Tradition, ausgeprägter tiefer Emotionalität und einer meisterlichen Mischung aus traditionellen und zeitgenössischen Techniken. In Hamburg geboren, wurde Ruth Schönthal als Kind jüdischer Eltern im Alter von fünf Jahren die jüngste Schülerin des Stern'schen Konservatoriums. Dieses musste sie 1935 unter der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten verlassen. 1938 floh die Familie zunächst nach Stockholm und 1941 nach Mexiko-Stadt, wo sie als Pianistin und Komponistin beachtliche Erfolge feierte.

Die Einzigartigkeit ihrer Kompositionen besteht in der Verschmelzung von Stilmitteln der europäischen Musiktradition, der mexikanischen Volksmusik, der Aleatorik und der Minimal Music. Ruth Schonthal erhielt sowohl Kompositionsaufträge für Klavier- und Kammermusik, Opern, sinfonische Werke als auch für Kompositionen für Orgel und Klavier. 1994 bekam sie den „Heidelberger Künstlerinnenpreis“ und wurde im Heidelberger Museum mit einer Ausstellung über ihr Leben und Werk geehrt. In den USA war sie ebenfalls Trägerin vieler Auszeichnungen, darunter „Meet the Composer grants“ und „ASCAP awards“. Sie war Finalistin im Opern-Wettbewerb der New York City Opera mit ihrer Oper The Courtship of Camilla (Libretto: A. A. Milne) und im Kennedy-Center-Friedheim Wettbewerb mit ihrem Werk In Homage of ... (24 Präludien). Außerdem erlangte sie den „Certificate of Merit“ der Yale University School of Music Alumni Association für herausragende Verdienste in der Musik, den „Outstanding Musician Award“ der New York University und verschiedene Preise und Auszeichnungen lokaler Kunst- und Kultureinrichtungen. Ihr Werk findet weltweite Verbreitung. Am 10. Juli 2006 verstarb Ruth Schonthal in Scarsdale bei New York City. Seit 1997 verlegt der Furore Verlag in Kassel Ruth Schonthals Werke exklusiv. Weitere Informationen über Ruth Schonthal erhalten Sie hier.

Werke:

2 Fanfares for 2 Trumpets, Fanfare for 3 Trumpets, 2 Trumpets and a Drum
2 Fanfares for 2 Trumpets, Fanfare for 3 Trumpets, 2 Trumpets and a Drum
2 Fanfares for 2 Trumpets, Fanfare for 3 Trumpets, 2 Trumpets and a Drum
25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen
65 Celebrations
A Bird over Jerusalem
A Bird’s song about ...
Abendruhe mit süßem Traum
Annäherung II - an sieben Komponistinnen
Bells of Sarajevo
Bodas de Sangre (Operatic cradle song)
Bouquets for Margret. Five Duets for piano four hands
Collagen
Drei Liebeslieder
Drei Liebeslieder
Evening Music
Fantasia in a Nostaligic Mood
Fantasy - Variations on a Jewish Liturgical Theme
Fiestas y Danzas
Five Oceanic Preludes
Fourteen Inventions
Glockenläuten (Bildnis einer frommen Frau)
Heidelberger Fanfare with Variations
Homage à Garcia Lorca
Improvisation for Solo Cello
Improvisations in three interconnected Sections
In Homage of ...
Japanese Sketches
Jocasta
Jocasta. Oper
Kleine Impressionen für ganz junge Klavierspieler/innen
Kleine Impressionen für ganz junge Klavierspieler/innen
Little Suite
Miriam's Song (Band 1)
Music for horn & Chamber Orchestra
Music for horn & Piano
Nachklänge (Reverberations)
Nachklänge (Reverberations)
Nine lyric dramatic Songs
Ode to a departing Swan
Piccolo Concerto
Princess Maleen
Prinzessin Maleen
Seven Songs of Love and Sorrow
Six Times Solitude
Sonata Breve
Sonata Concertante
Sonata Concertante
Sonata Concertante for Cello and Piano
Sonata in e
Sonata in two Movements
Sonata quasi un ‘Improvvisazione’
Sonatensatz
Sonatina in A (1939)
String Quartet No. 3 In Memoriam Holocaust
String Quartet No. 1
String Quartet No. 2
Suite
Suite
Tango for two and Duo
Tango for two and Duo
Tango for two and Duo
The Canticles of Hieronymus (1986)
The Solitary Reaper
The Temptation of St. Anthony
The beautiful day of Aranjuez
The courtship of camilla
Theme and Variations
Three elegies
Toccata and Arietta
Totengesänge
Trompetengesänge
Two Duets
Two Duets
Two Duets
Two short Divertimenti, Little Suite
Two short Divertimenti, Little Suite
Two short Divertimenti, Little Suite
Wildunger Liederzyklus Band I
Wildunger Liederzyklus Band II
für mascha. Orgel solo
pian é forte. Klaviermusik

Eva Schorr
* 28.09.1927 in Crailsheim † 20.01.2016

Dank ihrer Doppelbegabung hat sich Eva Schorr als Komponistin und als Malerin einen Namen gemacht. Mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Musikunterricht, mit acht Jahren trat sie bei Schulkonzerten mit eigenen Kompositionen auf.

Als Jugendliche gewann Eva Schorr erste Preise bei Kompositions- und Orgelwettbewerben. Während des Kompositionsstudiums bei Johann Nepomuk David und des Orgelstudiums bei Anton Nowakowski an der staatlichen Musikhochschule Stuttgart setzte sie auch ihre Zeichen- und Malstudien fort. Bei Kompositionswettbewerben erhielt Eva Schorr zahlreiche Auszeichnungen u. a. die Goldmedaille beim 4. Internationalen Wettbewerb in Buenes Aires.

Werke:

Annäherung I - an sieben Komponistinnen
Fantasie, Choral und Fuge
In der Welt habt ihr Angst
Mixed Suite für Flöte und Gitarre
Pas de Trois (Partitur und Stimmen)
Pas de Trois (Stimmen)
Pas de Trois (Taschenpartitur)
Ritornell

Corona Schröter
* 14.01.1751 in Guben † 23.08.1802 in Ilmenau

Als Weimarer Hofsängerin auf Lebenszeit genoss Corona Schröter eine gewisse künstlerische Freiheit. Goethe, der sie verehrte, sorgte 1776 für ihre Anstellung. Er war ihr enger Freund und künstlerischer Mitarbeiter am Hoftheater. In der ersten Aufführung seiner Iphigenie auf Tauris (1779) spielte Schröter die Titelrolle, während Goethe den Orest verkörperte.

Sie vertonte die Lieder seines Singspiels Die Fischerin, dessen Erstaufführung am 22. Juli 1782 im Park von Schloss Tiefurt stattfand und sang die eigens für sie geschaffene Rolle des Dortchen. Sie hat auch bei der Textgestaltung mitgewirkt, wie aus Goethes Tagebuch hervorgeht. Ihre Vertonung des Erlkönig aus dem Singspiel wurde die erste von zahlreichen Vertonungen dieser populären Ballade. Dieses Lied hat sie neben drei anderen Nummern aus Die Fischerin in ihre Sammlung Fünf und Zwanzig Lieder (Weimar 1786) aufgenommen.

Werke:

Von Goethe inspiriert. Lieder von Komponistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts

Fémine Schults

Fémine Schults, eine niederländische Komponistin und Musikerin, könnte aus Amsterdam oder Umgebung stammen, denn ihre Musik wurde von Amsterdamer Verlagen herausgegeben (de Algemene Muziekhandel v/h Stumpff & Koning, Muziek en Instrumentenhandel K. van der Meer & van Rosmalen). In den Jahren 1883–1885 soll sie den Text „Een Liefde in het Zuiden“ des Schriftstellers und Dichters M. G. L. van Loghem vertont haben. 1901 wurde ihr Werk Van het starrekijn herausgegeben, dann Zehn Lieder im Jahre 1928, die der niederländischen Mezzo-Sopranistin Anke Schierbeek gewidmet sind, welche im Zeitraum zwischen 1912–1952 aktiv war. Das scheinen alle Werke zu sein, die gegenwärtig von ihr erhalten und über das Archiv Nederland Muziek Instituut erhältlich sind.

Sie schreibt sehr pianistisch und unterlegt dem Text die harmonische Sprache des späten 19. Jahrhunderts. Die Gesangslinien sind schön, kreativ und dem Ausdruck des Textes angepasst.

Werke:

Weihnachtslieder von Komponistinnen Band 4

Clara Schumann
* 13.09.1819 in Leipzig † 20.05.1896 in Frankfurt am Main

"Es geht nichts darüber, etwas komponiert zu haben und es dann zu hören", sagte Clara Schumann nach einer Probe zu ihrem Klaviertrio op.17. Dennoch verstand sie sich zeitlebens in erster Linie als Interpretin und Pianistin.

Zwar hatten sich Clara Wieck und Robert Schumann “vor der Verheiratung“ ein Konzept von Künstlergemeinschaft zurechtgelegt, das sogar gemeinsame Autorschaft einschließen sollte, aber sie verwirklichten dieses Vorhaben lediglich in einer Ausgabe von Rückertvertonungen. Abgesehen von diesem "Einzelfall" war tatsächlich nur Raum für einen Tonschöpfer und eine (nachrangige) Interpretin. Aus der Zeit vor der Ehe stammen vor allem die Klavierkompositionen Clara Schumanns.

Werke:

Annäherung V - an sieben Komponistinnen
Praeludium I und II
Praeludium und Fuge g-Moll op. 16.1
Praeludium und Fuge B-Dur op. 16.2
Praeludium und Fuge d-Moll op. 16.3

Margarete Schweikert
* 16.02.1887 in Karlsruhe † 13.03.1957 in Karlsruhe

Margarete Schweikert (1887 – 1957)

Margarete Schweikert wurde am 16. Februar 1887 in Karlsruhe in einer Familie des aufstrebenden Bürgertums geboren. Vater Friedrich machte sie mit der Violine, Mutter Luise und ihre Tante Emilie Petry mit dem Klavier vertraut. Erste Kompositionsversuche unternahm sie im Alter von zehn Jahren.
Margarete Schweikert komponierte mehr als 100 Lieder. Daneben schuf sie Gesänge für Chor, Kompositionen für Klavier und Orgel und einige kammermusikalische Werke für unterschiedliche Besetzungen mit deutlichem Schwerpunkt auf ihrem Instrument, der Violine.

Margarete Schweikert war Schülerin am Munz'schen Konservatorium in Karlsruhe, dort wurden ab 1904 Werke von ihr in Schülerkonzerten aufgeführt. Am Badischen Konservatorium, dem Vorläufer der Badischen Hochschule für Musik, wurde sie in den Fächern Violine, Musiktheorie und Komposition ausgebildet. Zum Wintersemester 1912/13 setzte sie ihre Studien in Stuttgart fort. Ihre Lehrer waren Carl Wendling im Fach Geige und Joseph Haas, ein Schüler Max Regers, im Fach Komposition; beide unterrichteten am dortigen Königlichen Konservatorium. 1912 wurde ihre erste Liedersammlung im Wunderhorn Verlag München gedruckt, 1913 das Singspiel für Kinder Der Froschkönig nach einem Text von Erika Ebert in Karlsruhe uraufgeführt. Konzertreisen, unter anderem mit dem Münchner Pianisten August Schmid-Lindner, machten sie als Violinvirtuosin in Süddeutschland bekannt.
In Karlsruhe organisierte sie nach dem Ersten Weltkrieg in der elterlichen Wohnung eine entgeltpflichtige Kammerkonzertreihe, in der neben Werken der historischen Höhenkammliteratur und von Zeitgenossen eigene Kompositionen erklangen. Das Spektrum ihrer Tätigkeiten war breit: Margarete Schweikert trat als Lehrerin, Geigerin, Pianistin, Komponistin und Musikkritikerin an die Öffentlichkeit.

Die junge Musikerin hatte sich ganz bewusst für ihren Beruf entschieden und ließ sich zu ihrer Volljährigkeit von den Eltern statt einer Aussteuer eine wertvolle Violine schenken. Dennoch reduzierte sie nach Heirat und Geburt der Tochter im Jahr 1924 ihre künstlerische Tätigkeit. Während des „Dritten Reiches“ erhielt sie als Doppelverdienerin keine Arbeitserlaubnis, und so blieb die Geigerin und Komponistin auf Veranstaltungen im privaten Rahmen und auf die Heimabende der Nationalsozialistischen Frauenschaft beschränkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie ihre Lehrtätigkeit ebenso wie die Hauskonzerte wieder auf. Margarete Schweikert war seit der Wiedergründung der Karlsruher GEDOK im Jahr 1950 Fachbeirätin für Musik und ab 1955 Erste Vorsitzende. Sie starb am 13. März 1957 in ihrer Heimatstadt.
Biographie: Birgitta Schmid
Im Furore Verlag erscheinen folgende Werke:
Kammermusik
1. Serenade auf dem Meer (Text: Isolde Kurz) 1909 für Sopran, Violine, Englischhorn, Klavier
2. Psalm 104, op.4 – Lobe den Herrn (Altes Testament) für Tenor, Violine, Klavier (Orgel)
3. Menuett im alten Stil für Violine und Klavier Novelette für Klavier
4. Sonate: Allegro con brio, Andante ma non troppo und Presto für Violine und Viola
5. Romanze für Violine (Cello) und Klavier

Lieder:
1. Sechs Lieder op. 3 für Sopran und Tenor und Klavier (je 3 Lieder): (Texte: 1. Lied: Erich Enke, 2. Gustav Falke, 3. J.W.v. Goethe, 4. Margarete Sachse, 5. Johannes Schlaf, 6. Gustav Falke)
2. Vier Goethelieder op. 11 für Tenor und Klavier
3. Zwei späte Lieder - Leid (Text: Ludwig Jungmann) 1946 und Einem Vorangegangenen (Text: Auguste Supper) 1947 für Sopran und Klavier
4. Vier Blumenlieder (- Vergissmeinnicht (Text: Richard Dehmel) (Tenor/Klavier), Morgens send ich Dir die Veilchen (Text: Heinrich Heine) (Sopran/Klavier), Mit drei roten Rosenblättern (Text: Fritz Römhild) (Sopran/Klavier) sowie Er gab mir die Rose (Text: Otto Michaeli) (Sopran/Klavier)
5. Drei Wolkenlieder (Text:Theowill Übelacker) für Sopran und Klavier


Werke:

CD: Lieder und Kammermusik
Novellette
Serenade auf dem Meer (um 1907)
Wolken-Lieder, Späte Lieder, für Singstimme und Klavier

Ethel Smyth
* 23.04.1858 in Sidcup † 08.05.1944 in Woking

Ethel (Mary) Smyth wurde 1858 im britischen Sidcup als Tochter einer angesehen typischen viktorianischen Familie geboren. Sie verbrachte ihre Jugend in einer Zeit, in der Frauen kreative Schaffenskraft oft rundweg abgesprochen wurde und Keuschheit und Schicklichkeit die höchsten Ideale einer Frau sein sollten. Mit neun Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht von einer deutschen Gouvernante, die in Leipzig ein Musikstudium absolviert hatte.

Später beschloss sie, Musik zu studieren. Indem sie sich dem gesellschaftlichen Leben vollkommen verweigerte und sogar einen Hungerstreik durchführte, konnte sie das Musikstudium schließlich ihren Eltern gegenüber durchsetzen. 1877 begann sie am Leipziger Konservatorium zu studieren, sie war jedoch bald enttäuscht vom dortigen Niveau. Zur gleichen Zeit begann ihre innige Freundschaft zu der Familie von Herzogenberg. Smyth begann, privaten Kompositionsunterricht bei Heinrich Aloysius von Herzogenberg zu nehmen. Schon damals stieß sie auf Vorurteile, die ihren Kompositionen die Qualität absprachen, weil sie von einer Frau komponiert wurden. Immer wieder wurde sie als Frau benachteiligt und immer wieder musste sie den Vorwurf der Unweiblichkeit ihrer Musik über sich ergehen lassen.

Werke:

Annäherung III - an sieben Komponistinnen
Streichquartett c-Moll
Streichtrio in D-Dur op. 6
Streichtrio op. 6

Brunhilde Sonntag
* 1936 in Kassel † 2004

Die Erinnerungen der 1936 in Kassel geborenen Komponistin bringen Aspekte ihrer Person zum Vorschein, die bis heute ihr Verhältnis zur Musik kennzeichnen. Brunhilde Sonntag war Professorin für Angewandte Musiktheorie (Musikwissenschaft und Komposition) an der Universität Wuppertal, Autorin und Herausgeberin zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Ihre Musik wird in Konzerten und im Rundfunk aufgeführt. Von weltferner Einsamkeit keine Rede.

Und doch sind - periodisch wiederkehrend - Stille und Konzentration Bedingung ihrer kompositorischen Arbeit. Der Zehn-, Zwölf- oder Vierzehnjährigen diente Musik als Medium des Tagträumens. Sie ist Ausdruck von Wünschen und dient zudem der Kompensation einer als unpersönlich erfahrenen familiären Situation. Doch ist das Musizieren im Prozess der Individuation immer auch Anzeichen der Suche nach dem Selbst, der Vergewisserung darüber, dass ein Ich da ist, das Musik erlebt und Zeit und Klang zunehmend bewusst gestaltet. Eine, wenngleich äußerlich begrenzte, Ãüberwiegend innerliche Erfahrungswelt, wird mit Mitteln der musikalischen Improvisation ästhetisch gestaltet.

Werke:

Aber ich sage Euch, Liebet Eure Feinde
Annäherung I - an sieben Komponistinnen
Fünf Lieder
Vier Klavierstücke für H.

Margarete Sorg-Rose
* 1960 in Remscheid

Margarete Sorg-Rose begann als Fünfjährige mit dem Klavierunterricht und sang in diversen Chören. Ab 1979 studierte sie in Mainz und Tübingen Musikwissenschaft und Klassische Philologie und ab 1983 Klavierpädagogik, Chorleitung und Komposition bei Volker David Kirchner in Mainz. Sie nahm aktiv an verschiedenen Sommerkursen teil und bildete sich in Orchesterleitung weiter.

Margarete Sorg-Rose war als Korrepetitorin beim Mainzer Bachchor, als Musikjournalistin für die Wuppertaler Bühnen, für den Musikverlag Schott und das ZDF in Mainz tätig. Zudem studierte sie Komposition in den Meisterklassen von Prof. Hans Werner Henze und Prof. Krzysztof Meyer an der Hochschule für Musik in Köln und legte 1994 ihr Diplom ab.

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen

Lena Stein-Schneider
* 05.01.1874 in Leipzig † 17.06.1958 in München

Ein ergreifendes Schicksal durchlebte Lena Stein-Schneider, die in Leipzig, wo sie auch Klavier und Gesang studierte, 1874 als Helene Meyerstein zur Welt kam. Sie hatte während der Nazi-Zeit mit systematischer Ausgrenzung und dem Auftrittsverbot als Musikerin, Komponistin und Schriftstellerin zu kämpfen. 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, das sie im Februar 1945 nach der Befreiung mit dem Transport der Schweizer Delegation im Zustand völliger Erschöpfung verlassen konnte. Sie zog aus der Schweiz zurück nach Berlin und erhielt nach jahrzehntelangem, zermürbendem Wiedergutmachungsverfahren kurz vor ihrem Tod eine geringe Entschädigungszahlung.

Das Salonstück Nocturno, ursprünglich für Violoncello komponiert, eignet sich hervorragend für Konzertprogramme, die diesem Genre verhaftet sind, oder für die eine Auflockerung in Form eines kurzweiligen Stückes gesucht wird.

Werke:

Miriam's Song (Band 1)

Joanna Stepalska-Spix
* 1967 in Krakau, Polen

Nach ihrem Querflötenstudium (mit Auszeichnung) von 1988 bis 1992 an der Musikakademie in Krakau belegte sie dort von 1990 bis 1993 außerdem die Fächer Komposition, Elektronische Musik und Computermusik. Anschließend studierte sie an der Hochschule für Musik in Köln weiter und schloss 1994 mit dem Diplom ab. Bereits während ihres Kompositionsstudiums nahm Joanna Stepalska-Spix an zahlreichen Kursen für Komposition und Elektronische Musik teil.

Joanna Stepalska-Spix ist Finalistin von: - 4th International Andrzej Panufnik Competition for Young Composers , Krakau, Polen 2002 (Komposition Die Baeche für Flöte und Streichorchester); - International Competition for Music Composition Women Composers, Third Edition, Venezia, Italien 2004 (Komposition Canto di Strega für Flöte solo);
Sie ist - Mitglied des ZKP (Verband Polnischer Komponisten); - Mitglied von FRAU UND MUSIK Internationaler Arbeitskreis e.V.; - Soloflötistin von dem Orchester: "Musicalische Academie von 1812 zu Burscheid e.V." - Freischaffende Komponistin, Flötistin und Musikpädagogin
Ihre Werke werden in vielen europäischen Ländern aufgeführt

Werke:

25 plus piano solo. 27 Kompositionen zeitgenössischer Komponistinnen

Adele Stöcker
* 1875 in Gummersbach † 1978

Die Geigerin Adele Bloesch-Stöcker wurde 1875 in Gummersbach (D) geboren. Als Solistin war sie erfolgreich u.a. in Leipzig und Berlin. Sie spielte mit Max Reger, dessen Solosonaten für Geige sie auch interpretierte. Ab 1903 trat sie wiederholt unter Fritz Brun in Bern auf und liess sich dort 1908 durch Heirat mit dem Stadtbibliothekar Bloesch nieder.

Portraits aus dieser Zeit zeigen eine elegisch-schöne junge Frau. 1920 gründete sie das Berner Kammerorchester. 1928 betreute sie den musikalischen Teil der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA). Wegen eines Rheumaleidens konnte sie schon früh nicht mehr spielen.

Marianne Stoll
* 01.08.1911 † 28.01.2012 in Tübingen

Marianne Stoll wurde 1911 in Stuttgart geboren. Sie studierte Musik mit Hauptfach Klavier an der Musikhochschule in Stuttgart. Nach ihrer Abschlussprüfung 1934 studierte sie Kirchenmusik in Stuttgart und Leipzig.

Nach dem Krieg arbeitete sie in Lustnau und Stuttgart und die letzten acht Jahre als Organistin an der Jakobuskirche in Tübingen. An der dortigen Jugendmusikschule hatte sie einen Lehrauftrag an in den Fächern Klavier, Flöte und Kammermusik. Nach ihrer Pensionierung gründete sie ein Seniorenorchester in Tübingen, um, wie sie sagte, älteren Menschen die Möglichkeit zum gemeinsamen Musizieren zu vermitteln. Sie starb am 28. Januar 2012 in Tübingen.

Werke:

Quartett für 4 Violoncelli
Quartett für 4 Violoncelli (Stimmen)
Quartett für 4 Violoncelli (Taschenpartitur)
Sonate für Flöte und Klavier
Sonate für Gitarre und Cembalo

Barbara Strozzi
* 06.08.1619 in Venedig † 11.11.1677 in Padua

Barbara Strozzi (1619-1677) war eine der berühmtesten Komponistinnen und Musikerinnen des 17. Jahrhunderts. Die Tochter des einflussreichen venezianischen Literaten Giulio Strozzi betrieb Mitte des 17. Jahrhunderts einen musikalisch-literarischen Salon in ihrer Heimatstadt Florenz. Sie sang und komponierte sie selbst und wurde als hervorragende Künstlerin geschätzt.

Mit ihren neun zwischen 1644 und 1664 im Druck erschienenen Sammlungen übertrifft sie rein quantitativ jeden männlichen Zeitgenossen. Aber auch qualitativ muss sie sich mit ihren formal innovativen, unkonventionellen Werken süffigen Arietten, durchkomponierten Kantaten und affektgeladenen, ausdrucksvollen Lamenti selbst hinter Meistern wie Monteverdi oder Cavalli nicht verstecken.

Werke:

14 Arien aus op.2
Il Primo Libro de Madrigali
L’Astratto. Aria from op. 8

Maria Szymanowska
* 14.12.1789 in Warschau † 24.07.1831 in Sankt Petersburg

Die polnische Klaviervirtuosin und Komponistin Maria Szymanowska war eine Tochter konvertierter Juden. Sie zeigte schon früh eine auffällige Begabung für Musik und erhielt als Kind eine professionelle Klavierausbildung bei Antoni Lisowski und Tomasz Gremm. Sie studierte Komposition und konzertierte als 21-Jährige erstmals öffentlich in ihrer Heimatstadt Warschau. 1810 heiratete sie den Landgutbesitzer Józef Szymanowski, der für ihr musikalisches Schaffen keinerlei Verständnis hatte und von dem sie sich 1820 scheiden ließ. Aus dieser Ehe stammten drei Kinder. Maria Szymanowska widmete sich verstärkt dem Konzertleben und konzertierte ab 1822 in ganz Europa. Höchste Anerkennung brachte ihr nicht nur die Presse entgegen. Nepomuk Hummel und Muzio Clementi widmeten ihr Klavierwerke und Goethe widmete ihr das Gedicht „Aussöhnung“.

1828 ließ sich Maria Szymanowska mit ihren Kindern in Sankt Petersburg nieder, wo sie einen Salon führte und Privatunterricht erteilte. Am 24. oder am 25. Juli 1831 starb die Künstlerin, 41-jährig, dort an der Cholera. Sie hinterlies über 100 Werke: Lieder, Kammermusik und zahlreiche Klavierwerke. Ihre Kompositionen werden als „vorromantisch“ beschrieben und zeichnen sich durch brillanten, virtuosen Klaviersatz, tiefsinnige Ausdrucksstärke, Einfachheit in Form und Text, sowie durch das Fehlen von Polyphonien und Motiventwicklungen aus. Bei ihren Klavierstücken fällt die große Nähe zu den Werken Chopins auf, der allerdings über 20 Jahre jünger war. Während Szymanowska ihre ersten Mazurken bereits 1825 veröffentlichte, gab Chopin seine ersten Tänze 1830/31 heraus. Die beiden Künstler kannten sich allem Anschein nach persönlich nicht.

Werke:

pian é forte. Klaviermusik

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